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01.04.2011

22:41 Uhr

Eklat in Hamburg

Bierbecher-Wurf beendet Pauli-Spiel gegen Schalke

Das Bundesliga-Spiel zwischen Pauli und Schalke hat ein jähes Ende gefunden. Der Schiedsrichter beendete die Partie vorzeitig, nachdem sein Assistent von einem Bierbecher im Nacken getroffen worden war.

Eine Szene aus dem Spiel. Quelle: dpa

Eine Szene aus dem Spiel.

HamburgSchiedsrichter Deniz Aytekin beendete das Spiel am Freitagabend, nachdem sein Assistent Thorsten Schiffner in der 88. Minute von einem Bierbecher im Nacken getroffen worden war. Beim Trainer-Einstand von Ralf Rangnick hatte Schalke durch Tore von Rául (26. Minute) und Julian Draxler (66.) mit 2:0 (1:0) geführt.

St. Pauli schwebt unabhängig von der Wertung der Partie in der Fußball-Bundesliga mehr denn je in Abstiegsnot. Im nächsten Spiel in Leverkusen fehlen St. Pauli Finn Bartels (Rote Karte/79.) und Jan-Philipp Kalla (Gelb-Rote-Karte/68.), die des Feldes verwiesen wurden. Schalke kann hingegen mit Selbstvertrauen zum Champions-League-Viertelfinale am Dienstag bei Inter Mailand reisen.

"So was geht gar nicht. Da gibt es Null Toleranz. Ich kann mich nur bei dem Linienrichter entschuldigen", sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawksi.

Das Team von Kollege Ralf Rangnick hatte bei dessen Rückkehr auf die Bank der Königsblauen nach mehr als fünf Jahren dank einer starken Offensivleistung verdient mit 2:0 (1:0) geführt und die leisen Sorgen um den Klassenverbleib vertrieben.

Der ersatzgeschwächte Aufsteiger St. Pauli kassierte vor 24.483 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion die sechste Niederlage nacheinander und stürzte noch tiefer in den Abstiegssumpf. Doch mit dem Abbruch drohen nun noch schlimmere Konsequenzen.

Außerdem bitter: Jan-Philipp Kalla musste mit Gelb-Rot (68.) und Fin Bartels mit Rot (79.) vom Platz. Coach Holger Stanislawski, der den Tabellen-16. nach dieser Saison wohl verlässt, musste aufgrund von Verletzungen auf eine komplette Abwehrreihe verzichten. Fabian Boll war im Mittelfeld jedoch trotz eines Bänderrisses im Knöchel dabei. Noch überraschender war die Torwart-Besetzung: Statt Thomas Kessler spielte Benedikt Pliquett, der beim bisher letzten Sieg der Hamburger - dem 1:0 Mitte Februar beim HSV - zum Derby-Helden geworden war.

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