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02.12.2011

20:59 Uhr

EM-Auslosung in Kiew

Deutschland muss sich in der Todesgruppe beweisen

Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff blieb kurz die Luft weg: Die deutsche Nationalmannschaft muss sich in der EM-Vorrunde im kommenden Jahr gegen Portugal, die Niederlande und Dänemark beweisen.

EM: Hammergruppe für Deutschland

Video: EM: Hammergruppe für Deutschland

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KiewBundestrainer Joachim Löw zeigte keine Regung, Oliver Bierhoff stockte kurz der Atem: Als feststand, dass die deutsche Nationalmannschaft auf dem Weg zu ihrem vierten EM-Titel in der Vorrunde eine Hammergruppe mit Vizeweltmeister Niederlande, Ex-Europameister Dänemark und Portugal überstehen muss, war der sportlichen Leitung des DFB der Respekt vor den hochkarätigen Gegnern anzusehen.

„Wir nehmen es, wie es kommt. Wir haben keine Angst“, sagte Löw: „Ich glaube, dass es die ausgeglichenste Gruppe ist. Ich freue mich auf interessante Duelle. In Topform haben wir berechtigte Chancen.“ Bei der Auslosung am Freitagabend im Kunstpalast Ukraina in Kiew, wo die DFB-Auswahl zum Turnierabschluss im Olympiastadion im Finale stehen möchte, hatte den WM-Dritten das Losglück aus der jüngeren Vergangenheit verlassen.

Die Vorrunden-Gruppen bei der Euro 2012

Gruppe A

Polen
Griechenland
Russland
Tschechien

Gruppe B

Niederlande
Dänemark
Deutschland
Portugal

Gruppe C

Spanien
Italien
Irland
Kroatien

Gruppe D

Ukraine
Schweden
Frankreich
England

Die Spiele der deutschen Mannschaft

Samstag, 9. Juni 2012: Deutschland - Portugal, 20.45 Uhr in Lwiw

Mittwoch, 13. Juni 2012: Niederlande - Deutschland, 20.45 Uhr in Charkow

Sonntag, 17. Juni 2012: Dänemark - Deutschland, 20.45 Uhr in Lwiw

Gegen die Niederlande hatte die DFB-Auswahl erst vor zweieinhalb Wochen überzeugend 3:0 gewonnen. „Wenn sie komplett sind, sind sie deutlich stärker“, urteilte Löw über den Europameister von 1988, der selbst größten Respekt vor den Vorrundengegnern hat. „Ich habe keinen in unserer Gruppe gesehen, der fröhlich ist“, sagte Bondscoach Bert van Marwijk.

Vor der geballten Prominenz mit 200 geladenen Gästen aus Sport und Politik sorgte Ex-Europameister Marco van Basten bei der Auslosung unter Leitung von UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino für Anspannung bei der siebenköpfigen deutschen Delegation, die erst wenige Stunden zuvor in der ukrainischen Hauptstadt eingetroffen war.

Zwar hatte Löw zuletzt immer wieder betont, dass er weder Wunsch- noch Angstgeger habe, dennoch dürfte ihm angesichts der hochkarätigen Gegner angst und bange werden. Denn eine mögliche leichte Gruppe mit Polen, Griechenland und Irland wäre auf dem Weg ins Viertelfinale sicherlich nicht so beschwerlich gewesen.

Geht es nach Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist allerdings ohnehin egal, gegen wen der dreimalige Europameister in der Gruppenphase spielt. „Es ist nur die Frage, wer gegen Deutschland ins Endspiel kommt. Deswegen ist es wurscht, wer sonst noch in der Gruppe rumturnt“, sagte Hoeneß.

In der Gruppe B, der Deutschland in der letzten Ziehungsrunde aus Topf zwei zugelost wurde, stehen dem Löw-Team, das mit makelloser Bilanz die EM-Qualifikation abgeschlossen hatte, in der Vorrunde enorme Reisestrapazen bevor. Die DFB-Auswahl muss alle ihre drei Vorrundenspiele in der Ukraine austragen. Philipp Lahm und Co., die während des gesamten Turniers seine Zelte in der Nähe von Danzig aufschlagen, müssen zu ihren Partien am 9. Juni gegen Portugal mit Weltstar Cristiano Ronaldo in Lwiw, am 13. Juni gegen die Niederlande in Charkow und am 17. Juni gegen Dänemark, den Europameister von 1992, wieder in Lwiw weit fliegen.

Eine schwierige Gruppe erwischte bei der Zeremonie in dem sozialistischen Prunkbau, die von über 80 TV-Sendern in 150 Nationen übertragen wurde, auch Titelverteidiger Spanien. Der Welt- und Europameister trifft in der Gruppe C auf Italien, Irland und Kroatien. Das Eröffnungsspiel bestreiten am 8. Juni Polen und Griechenland. Russland und Tschechien komplettieren die Gruppe A. Der zweite Gastgeber Ukraine bekommt es mit Schweden, Frankreich und England zu tun.

Kommentare (3)

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Ulf

02.12.2011, 19:49 Uhr

Todesgruppe???
Und was ist dann Gruppe C???
Also, mal ganz langsam durch die Hose atmen!

schmock

03.12.2011, 06:31 Uhr

ich würde mich über eine konstruktive wortwahl freuen.

den verantwortlichen redakteur sollte man ein paar tage auf einer palliativstation dienstverpflichten .

wenn andre medien diese formulierung verwenden,muß das handelsblatt dem nicht folgen.

chefredakteur steingart sollte weniger bücher schreiben und sich mehr um das blatt kümmern.

Petra

03.12.2011, 13:07 Uhr

Todesgruppe? So ein Blödsinn!

Wer Europameister werden will, muß eben einfach der Beste sein und alle schlagen können!

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