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14.10.2014

13:59 Uhr

EM-Qualifikation gegen Irland

Das „verwundete Tier“ will zurückschlagen

VonStefan Kreitewolf

Mini-Krise oder alles halb so schlimm? Die DFB-Elf steht gegen Irland unter Druck. Zwei Pflichtspiel-Niederlagen nacheinander gab es unter Löw noch nie. Eine Niederlage würde die Qualifikation aber noch nicht gefährden.

Häufige Gegner: Andre Schürrle (M.) setzt sich in der WM-Qualifikation 2014 gegen die Iren (v.l.) Marc Wilson, Darron Gibson und Ciaran Clark durch. dpa

Häufige Gegner: Andre Schürrle (M.) setzt sich in der WM-Qualifikation 2014 gegen die Iren (v.l.) Marc Wilson, Darron Gibson und Ciaran Clark durch.

DüsseldorfDer Ärger ist noch immer groß: Die deutsche Nationalmannschaft hat den Frust über die unnötige Niederlage gegen Polen noch nicht verdaut, da steht bereits das nächste EM-Qualifikationsspiel gegen Irland an. Zwar relativierten die Akteure den missglückten Auftritt in der polnischen Hauptstadt, doch die Mannschaft zeigt sich vor dem Spiel gegen die Iren bewusst kämpferisch.

„Das 0:2 tat weh. Wir wissen, dass es kein Beinbruch ist. Aber wir sehen uns in der Pflicht, dass wir das Ruder wieder rumreißen“, sagte Julian Draxler forsch. Der Schalker Jung-Nationalspieler hofft auf einen Einsatz gegen die „Boys in Green“ in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen.

Wut sei zwar das falsche Wort, erklärte Joachim Löw vor dem nächsten Qualifikationsmatch der Fußball-Nationalmannschaft um das EM-Ticket am Dienstag (20.45 Uhr/RTL). „Aber wir haben den Vorsatz, gegen Irland unbedingt die drei Punkte einfahren zu wollen“, sagte der Bundestrainer kämpferisch. Zwei Pflichtspiel-Niederlagen nacheinander gab es unter Löw noch nie.

Nach der Niederlage in Warschau sprachen Spieler und Verantwortliche von einem „Betriebsunfall“. Bundestrainer Jogi Löw war der erste Verteidiger seiner Mannschaft nach Spielschluss und mühte sich die Niederlage zu relativieren: Die DFB-Elf sei „kalt erwischt“ worden und eine Niederlage gegen Polen sei eben keine Schande. Außerdem würden sich alle Mannschaften gegen den amtierenden Weltmeister noch mehr in die Riemen legen. Es sei kein Wunder, dass die von Verletzungssorgen und Überlastung belasteten Spieler nicht in jedem Spiel die beste Leistung abrufen könnten.

Trotz Weltmeistertitel scheint die Enttäuschung über die vergebenen Punkte in Warschau tief zu sitzen: „Jetzt müssen wir einfach die Tabellensituation mit einem Sieg gegen Irland wieder in positiveres Licht rücken“, sagte der Münchner Thomas Müller: „Da müssen wir das Ding noch mehr erzwingen.“ Innenverteidiger Jérome Boateng betonte: „Wir müssen kritisch mit uns umgehen und sehen, was wir vorn und hinten falsch gemacht haben.“

Beim geheimen Abschlusstraining waren alle 18 verbliebenen Akteure auf dem Rasen von Schwarz-Weiß Essen, dem Heimatclub von Oliver Bierhoff, vertreten. Auf dem Weg in das Uhlenkrugstadion liefen die Spieler durch ein Spalier Hunderter jubelnder Anhänger. Dann schlossen sich zur Enttäuschung der Fans die Eisentore. Löw wollte wie üblich unbeobachtet sein Team einschwören.

Kommentare (1)

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Herr Ylander Ylander

14.10.2014, 17:54 Uhr

Die DFB-Mannschaft hat den 4. WM-Titel.

Jetzt darf sich der dt. Fußball für 20 Jahre auf den Lorbeeren ausruhen.

Teilnahme an den EM und WM sind so lange nicht erforderlich. Andere wollen auch einmal.

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