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25.11.2015

15:45 Uhr

Endspiel in der Champions League

Fohlen kämpfen ums nackte Überleben

Quelle:dpa

Borussia Mönchengladbach ist in der Königsklasse zwar schon ausgeschieden. Doch die Fohlen können noch in der Europa League überwintern. Dafür muss heute gegen Sevilla ein Sieg her. Kein leichtes Unterfangen.

André Schubert will die Qualifikation für die Europa League erreichen. Foto: Jonas Güttler dpa

André Schubert

André Schubert will die Qualifikation für die Europa League erreichen. Foto: Jonas Güttler

MönchengladbachDie Stimmung ist prächtig, das Selbstvertrauen wieder nahezu grenzenlos: Mit dem Schwung aus der Fußball-Bundesliga wollen die Profis von Borussia Mönchengladbach nun auf der Zielgeraden das Ruder im Kampf um den Verbleib im Europacup herumreißen. „Wir werden alles in die Waagschale werfen, um das Spiel zu gewinnen”, sagte Gladbachs Cheftrainer André Schubert vor der Alles-oder-nichts-Partie in der Champions League gegen Angstgegner FC Sevilla am Mittwoch.

Im vorletzten Auftritt in der Gruppenphase der Königsklasse geht es im Borussia-Park für den Bundesliga-Fünften der Gruppe D noch um den dritten Rang, der zur Teilnahme an der Zwischenrunde der Europa League berechtigt.

Mit einem Sieg gegen den amtierenden Europa-League-Sieger hätte man im Gruppenfinale bei Manchester City alles in den eigenen Händen, bei einer Pleite müsste der VfL nach der Winterpause ohne internationalen Fußball auskommen.

Borussia Mönchengladbach 2017: Fakten zu den Fohlen

Verein

Borussia Mönchengladbach feierte 2010 ihren 110. Geburtstag. Der 1. August 1900 ist der offizielle Gründungstag des VfL. Die Fußballprofis spielten zuletzt 2016 in der Uefa Champions League und 2017 in der Europa League.
Quelle: Borussia Mönchengladbach

Anhänger

Verein: Mehr als 81.000 Mitglieder (Stand: April 2017).
Fanklubs: mehr als 1100 mit rund 40.000 Mitgliedern
Jünter-Club: 15.270 Mitglieder

„Das ist unser Kapital“, meint der Vereinspräsident.

Social Media

Vertreten auf Facebook Twitter, Instagram, Vine, Soundcloud, Youtube, Google+, SinaWeibo, Snapchat
Digitale Reichweite: 1,385 Millionen Fans

Stadion

Name: Borussia-Park, kein Sponsor
Fassungsvermögen 54.010 Zuschauer,
alle Plätze überdacht, davon 37.865 Sitzplätze

Trikots

Vereinsfarben: schwarz-weiß-grün
Spielkleidung: weiß (Heim), hellgrün (Auswärts), schwarz (Auswärts II)

Größte Erfolge

Deutscher Meister: 1970, 1971, 1975, 1976, 1977
DFB-Pokalsieger: 1960, 1973, 1995
Deutscher Supercupsieger: 1977
UEFA-Cup-Sieger: 1975, 1979

Bilanz

Umsatz 2010: 71,6 Millionen Euro, 2015: 160,6 Millionen Euro, 2016: 196,9 Millionen Euro
Eigenkapital 2010: 15,3 Millionen Euro, 2015: 61,4 Millionen Euro, 2016: 88 Millionen Euro

Sponsoring

Werbeeinnahmen 2016: 36,3 Millionen Euro, Sponsoring 2005: 18,7 Millionen Euro
Hauptsponsor: Postbank
Co-Sponsoren: Audi, Bitburger, Böklunder, digiBet, Kappa, Kyocera, Reuter, Santander, ZTE

Werte im Klub

Wert der Marke: 159 Millionen Euro (Brand Finance, 2016)
Transferwert Profiteam: 164 Millionen Euro (Transfermarkt.de, April 2017)

Wertvollste Spieler

Mahmoud Dahoud (15 Millionen Euro), Christoph Kramer (12 Millionen Euro), Patrick Herrmann (8 Millionen Euro), Lars Stindl (13 Millionen Euro), Yann Sommer (9 Millionen Euro), Andreas Christensen (16 Millionen Euro)

„Wir haben nur einen Druck: Die Verpflichtung, in den Spielen alles zu geben”, erklärte Schubert zuletzt. Dieser Maxime folgen seine Spieler nun schon seit Wochen. In der Bundesliga rückte man mit sieben Siegen und einem Unentschieden vom letzten auf den fünften Rang vor. Nun reichen zwei Erfolge, um vom letzten auf den dritten Rang zu springen - aber eben gegen Sevilla und Manchester City.

„Sevilla ist eine physisch starke Mannschaft, die hohes Tempo spielt und eine gute Spielanlage hat”, betonte Schubert. „Vor zwei Wochen haben sie Real Madrid geschlagen. Das zeigt, dass sie jetzt auch nicht ganz so schlecht sind.”

Nicht nur die „Königlichen” aus der spanischen Hauptstadt, auch die Borussia bekam in diesem Jahr bereits die Klasse der Andalusier zu spüren. Im Februar war Gladbach in der Zwischenrunde der Europa League gegen Sevilla (0:1, 2:3) gescheitert, Mitte September gab es das denkwürdige 0:3 - unter anderem mit drei Elfmetern gegen den VfL. „Das Hinspiel war leider sehr eindeutig”, sagte Rechtsverteidiger Julian Korb. „Die Situation ist jetzt aber eine andere.”

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