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25.01.2006

08:17 Uhr

England 1966

Ein Tor, das keines war

Bei der Weltmeisterschaft 1966 in England fielen insgesamt 89 Tore - das vorletzte sorgte für Aufsehen und ist bis in die heutige Zeit in guter Erinnerung geblieben. Das "Wembley-Tor" zum 3:2 für England im Finale gegen Deutschland.

dpa HAMBURG. Es war die 11. Minute der Verlängerung, als Geoff Hurst den Ball unter die Latte donnerte. Von dort aus sprang das Leder ... - Ja, wohin sprang es wirklich? Die Gastgeber jubelten, die Deutschen winkten ab. Keiner aber hatte es in dem Moment wirklich richtig gesehen: nicht die 97 000 Zuschauer im Stadion, nicht die Millionen an den TV-Schirmen und Schiedsrichter Gottfried Dienst auch nicht.

Nur ein Deutscher wusste es genau. "Der Ball war drin", war sich Bundespräsident Heinrich Lübke absolut sicher. So sicher wie Linienrichter Bachramow aus der UdSSR. Der Schweizer Referee hatte ihn befragt und daraufhin - zum Entsetzen der Deutschen - zur Mitte gezeigt. 3:2 für England, das Spiel war entschieden, Geoff Hursts 4:2 nur noch der traurige Schlusspunkt.

Mit einer Energieleistung hatte die deutsche Elf während der regulären Spielzeit die schon verloren geglaubte Partie noch einmal umgebogen. Helmut Haller hatte das 1:0 erzielt, aber die Engländer glichen durch Hurst aus und standen nach Martin Peters' 2:1 kurz vor dem Triumph. Doch der Kölner Wolfgang Weber machte ihnen kurz vor Schluss noch einen Strich durch die Rechnung.

In der Verlängerung war die glücklose Truppe von Helmut Schön aber mit ihren Kräften am Ende. Schlagzeilen machte noch ein anderes Tor. Aus unmöglichem Winkel traf der Bundesliga-Rekordschütze Lothar Emmerich beim 2:1-Erfolg in der Vorrunde gegen Spanien fast von der Torauslinie ins Netz.

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