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23.10.2012

23:12 Uhr

Erfolg in Lille

FC Bayern nach knappem Sieg wieder auf Kurs

Bayern München ist in der Champions League wieder auf Kurs. Gegen Lille, den Tabellenelften der League 1, reichte dem Rekordmeister ein goldenes Tor - und eine schwache Leistung.

Die Spieler des FCB feiern drei Punkte und ihren Siegtorschützen. Reuters

Die Spieler des FCB feiern drei Punkte und ihren Siegtorschützen.

LilleBundesliga-Dominator FC Bayern München ist auch in der Champions League wieder auf Erfolgskurs. Der deutsche Fußball-Rekordchampion meisterte seine erste Drucksituation der Saison mit einem weitgehend kontrolliert herausgespielten 1:0 (1:0) beim Punktelieferanten OSC Lille. Beim zweiten Sieg im dritten Gruppenspiel fanden die Bayern fünf Monate nach der Finalniederlage gegen den FC Chelsea auch ihr Elfmeterglück in Europas Königsklasse wieder: Thomas Müller traf nach Foul an Kapitän Philipp Lahm vor 45 259 Zuschauern im Grand Stade Métropole in der 20. Minute eiskalt vom Punkt. Zur Halbzeit der Gruppenphase liegen die Bayern wieder im Soll - und dank sechs Zählern mit Borissow und Valencia gleichauf.

„Das war ein Arbeitssieg, aber auch solche Spiele muss man gewinnen“, resümierte Trainer Jupp Heynckes. „Meine Mannschaft hat gefightet und den Fight verdient gewonnen.“ Dass die Münchner die spielerische Eleganz gegen einen schwachen Gegner vermissen ließen, führte der Coach auf die anstrengenden vergangenen Wochen zurück. „Aber man muss auch mit einer solchen Leistung zufrieden sein.“ Auch Matchwinner Müller unterstrich: „Auswärts muss man erstmal gewinnen.“


Nach dem unerwarteten Dämpfer vor drei Wochen in Borissow hatte der Trainer seine derzeit in der Liga konkurrenzlosen Rekord-Bayern aufgefordert, nun auch „international eine Duftmarke zu setzen“. Dafür stellte er seine Mannschaft im Vergleich zum jüngsten 5:0 bei Fortuna Düsseldorf auf einer Position um: Für Luiz Gustavo rückte Neuzugang Javi Martinez ins defensive Mittelfeld. „Er war in der ersten Halbzeit zu passiv, hat in der zweiten aber ein gutes Spiel gemacht“, lobte Heynckes den 40-Millionen-Euro-Mann.

Mit dem Selbstvertrauen aus acht Siegen in acht Liga-Spielen übernahmen die Münchner von Beginn an die Initiative, gegen die arg ersatzgeschwächten Franzosen wurde der Qualitätsunterschied zwischen dem Vorjahresfinalisten und den jungen Gastgebern schnell deutlich. Der deutsche Rekordmeister zog geduldig sein Spiel auf, vor allem über „Rückkehrer“ Ribéry trieben die Gäste den Ball nach vorne.

Der nur gut 100 Kilometer entfernt aufgewachsene Dribbelkünstler, der als Teenager einst in der Jugendabteilung des OSC Lille für zu klein befunden wurde, war von seinem Gegenspieler Djibril Sidibé fast nur mit Fouls zu stoppen. In der personell arg geschwächten Abwehrreihe war der 20-jährige Sidibé der unerfahrendste Akteur - und wäre in seinem zweiten Champions-League-Spiel nach zwei Fouls beinahe schon vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz geflogen.

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