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29.05.2015

14:59 Uhr

Erinnern an Heysel-Tragödie

„Tragödie darf sich nie mehr wiederholen“

Im Finale des Europapokals der Landesmeister 1985 kam es im Heysel-Stadion zu einer Massenpanik. 39 Menschen starben. Am Freitag jährt sich die Katastrophe zum 30. Mal – Spieler, Fans und Klubs gedenken der Opfer.

Diese verhängnisvolle Partie sei ihm „nicht aus dem Kopf gegangen“, betonte der heutige Präsident der Europäischen Fußball-Union. Reuters

UEFA-Präsident Michel Platini

Diese verhängnisvolle Partie sei ihm „nicht aus dem Kopf gegangen“, betonte der heutige Präsident der Europäischen Fußball-Union.

Zürich/Nyon30 Jahre nach der Katastrophe im Brüsseler Heysel-Stadion hat UEFA-Präsident Michel Platini den Angehörigen der 39 Opfer erneut sein „tiefstes Mitgefühl“ ausgesprochen. Zugleich versprach der Franzose in einer am Freitag veröffentlichten persönlichen Erklärung, dass „ich unermüdlich alles in meiner Macht Stehende unternehmen werde, um zu vermeiden, dass eine solche Tragödie sich jemals wiederholt“. Auch die beteiligten Vereine Juventus Turin und FC Liverpool gedachten am Jahrestag der Opfer.

Im Finale des Fußball-Europapokals der Landesmeister war es am 29. Mai 1985 im Heysel-Stadion zu einer Massenpanik gekommen. Die meisten der 39 Todesopfer waren Juventus-Fans. Der italienische Rekordmeister gewann das Endspiel durch einen Treffer Platinis mit 1:0.

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Diese verhängnisvolle Partie sei ihm „nicht aus dem Kopf gegangen“, betonte der heutige Präsident der Europäischen Fußball-Union. „Gemeinsam mit meinen Kollegen und Freunden in den Verbänden, Ligen und Clubs arbeiten wir Tag für Tag daran, nie mehr ein solches Horrorszenario miterleben zu müssen“, versprach der 59-Jährige.

Juventus Turin erinnerte mit einer Mitteilung auf seiner Homepage an die Katastrophe, am Abend sollten zudem Spieler, Trainer und Verantwortliche des Clubs an einer Messe mit den Angehörigen der Opfer teilnehmen. „Der traurigste Tag unserer Geschichte. Es sollte ein Tag des Festes, der Erwartung, der sportlichen Spannung werden. Es hat sich in eine Tragödie verwandelt“, heißt es in der Erklärung.

In Liverpool legte Phil Neal, der Kapitän des damaligen Teams, Blumen an einer Gedenkstätte ab, die Fahnen rund um das Club-Gelände wehten auf Halbmast. „Was in Heysel passiert ist, wird immer bei mir und jedem sein, der an diesem schrecklichen Tag dabei war. Wir werden niemals vergessen“, sagte Neal. Liverpools Vorstandschef Ian Ayre erklärte: „Das ist und wird immer ein sehr wichtiger Tag in der Geschichte des Liverpool Football Club sein.“

Von

dpa

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