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09.03.2006

20:34 Uhr

Ermittlungen

Deutschem Fußball droht neuer Wettskandal

Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstagabend bestätigte, informierte die Staatsanwaltschaftdie Gremien des DFB über die aktuellen Ermittlungen. Die Ermittler hätten um vertrauliche Behandlungen aller dem DFB bekannten Fakten gebeten.

Der Deutsche Fußball hat schon einmal einen Wettskandal gehabt. Damals stand der Schiedsrichter Robert Hoyzer (rechts) im Fokus der Untersuchungen. Foto: dpa dpa

Der Deutsche Fußball hat schon einmal einen Wettskandal gehabt. Damals stand der Schiedsrichter Robert Hoyzer (rechts) im Fokus der Untersuchungen. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Dem deutschen Fußball droht ein neuer Wettskandal. Ein Jahr nach der Affäre um den Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main nach Informationen der „Bild“-Zeitung (Freitag-Ausgabe) wegen gewerbsmäßigen bandenmäßigen Betrugs sowie der Anstiftung dazu. 2006 sollen laut „Bild“ in Deutschland mindestens fünf Spiele in der 2. Bundesliga und in den Regionalligen manipuliert worden sein.

Vier Drahtzieher seien bereits in Haft. Vor allem im Ausland sollen Wetten platziert worden sein, wie viele Tore in einem bestimmten Spiel fallen. Harald Stenger, Sprecher des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), bestätigte entsprechende Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Im Laufe der Saison habe der DFB Hinweise bekommen. „Um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden haben wir auf Bitten der Staatsanwaltschaft die Öffentlichkeit bisher nicht informiert“, sagte Stenger.

DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte in einer Erklärung: „Deutlich müssen wir aber darauf hinweisen, dass nach den uns bisher vorliegenden Erkenntnissen von den laufenden Ermittlungen keine Schiedsrichter betroffen sind und auch eine Manipulation in der ersten Bundesliga ausgeschlossen werden kann.“

„Der Deutsche Fußball-Bund hat im Laufe dieser Saison Hinweise über mutmaßliche Manipulationen in der Regionalliga erhalten. In den dem DFB bekannt gewordenen Fällen hat der Kontrollausschuss als dafür zuständiges Gremium die Ermittlungen unverzüglich aufgenommen und Vernehmungen durchgeführt.

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