Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.06.2015

20:01 Uhr

EU-Parlament

Fifa-Präsident Blatter soll sofort gehen

Die Skandale der Fifa schlagen weiter hohe Wellen. Auch das EU-Parlament macht nun Druck auf den Weltfußballverband. Doch erst am 20. Juli will die Fifa festlegen, wann der Nachfolger von Präsident Blatter gewählt wird.

Vor knapp zwei Wochen gab Fifa-Präsident Sepp Blatter (r.) seinen Rücktritt bekannt. Doch bis ein Nachfolger gefunden wird, will er im Amt bleiben. ap

Zurückgetretener in spe

Vor knapp zwei Wochen gab Fifa-Präsident Sepp Blatter (r.) seinen Rücktritt bekannt. Doch bis ein Nachfolger gefunden wird, will er im Amt bleiben.

StraßburgDer schwer in der Kritik stehende Fifa-Präsident Joseph Blatter hat die Forderung des EU-Parlaments nach seinem sofortigen Rücktritt strikt zurückgewiesen. Man sei „total überrascht“ vom Vorstoß der Politiker, teilte der Fußball-Weltverband am Donnerstag mit. Der Schweizer Sport-Funktionär schließt seinen sofortigen Rücktritt weiter aus. Aufgrund der speziellen Umstände, in der sich die Fifa befinde, werde Blatter sein Mandat erst auf einem Wahlkongress niederlegen. Wann der neue Fifa-Chef gewählt wird, soll am 20. Juli festgelegt werden.

Blatter sei weiter darauf fokussiert sicherzustellen, dass „unumgängliche Reformen durchgesetzt werden und ein neuer Präsident gewählt wird“, hieß es in der Mitteilung. Das EU-Parlament hatte zuvor in seltener Einmütigkeit der sieben Fraktionen den sofortigen Blatter-Rücktritt gefordert.

Fifa-Skandal

De Maiziere: „Rücktritt Blatters war richtig und notwendig“

Fifa-Skandal: De Maiziere: „Rücktritt Blatters war richtig und notwendig“

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Der noch amtierende Fifa-Präsident sollte nach Auffassung des EU-Parlaments umgehend von einem Übergangs-Präsidenten abgelöst werden. Bis zur Ernennung einer neuen Führung könnten noch bis zu neun Monate vergehen, hieß es in einer Entschließung. Von einem sofortigen Führungswechsel hänge die Glaubwürdigkeit der Fifa als Führungsorgan des Weltfußballs ab.

Unterdessen wurde bekannt, dass Mediendirektor Walter De Gregorio die Fifa verlässt. De Gregorio gebe „ab sofort sein Amt als Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ab“, hieß es in einer Fifa-Mitteilung. Bis zum Ende des Jahres stehe er aber noch als Berater zur Verfügung. De Gregorio hatte im September 2011 den Posten übernommen. Sein Stellvertreter Nicolas Maingot tritt interimistisch die Nachfolge an.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Fred Meisenkaiser

11.06.2015, 20:26 Uhr

Blatter ist natürlich auch ein ganz schlimmer. Unter seiner Herrschaft bekamen asiatische und afrikanische Fußballvereine ein ebensolches Gewicht in der FIFA wie die UEFA aus Europa. Und das geht natürlich gar nicht.
Und nun, da diese Vereine sich ebenso korrupt verhalten, wie beispielsweise Deutschland, ist natürlich was los. Das geht ja gar nicht!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×