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23.10.2015

00:24 Uhr

Europa League:

Augsburg siegt überraschend, Schalke lässt Federn

Jungstar Sané bewahrt Schalke vor Niederlage: Mit seinem Tor schaffte er das 2:2 gegen Sparta Prag. Der FC Augsburg meldete sich nach zwei Niederlagen mit seinem Sieg gegen AZ Alkmaar in der Europa League zurück.

Leroy Sane rettet Schalke 04 auf dem europäischen Parkett ins Unentschieden gegen Sparta Prag. Reuters

Voller Einsatz

Leroy Sane rettet Schalke 04 auf dem europäischen Parkett ins Unentschieden gegen Sparta Prag.

Gelsenkirchen/AlkmaarNach dem Wirbel um einen möglichen Abschied von Manager Horst Heldt hat Jungstar Leroy Sané den FC Schalke 04 sportlich vor der ersten Niederlage in der Europa League bewahrt. Der 19-Jährige rettete den Königsblauen am Donnerstag mit seinem Treffer in der 73. Minute immerhin noch ein 2:2 (1:0) gegen Sparta Prag. Damit bleiben die Schalker mit sieben Punkten aus drei Spielen Tabellenführer der Gruppe K und könnten beim Rückspiel am 5. November das Weiterkommen fast schon perfekt machen.

Der in der Bundesliga bislang so glücklose Neuzugang Franco di Santo hatte die Schalker vor 51 244 Zuschauern mit seinem Kopfballtor in der sechsten Minute frühzeitig in Führung gebracht. Doch Kehinde Fatai (50.) und der eingewechselte David Lafata (63.) drehten in der zweiten Halbzeit für Sparta das Spiel, ehe Sané noch der Ausgleich gelang.

Der 19-jährige Leroy Sane rettet Schalke in der 73. Minute ins 2:2 gegen Prag. Reuters

Held des Abends

Der 19-jährige Leroy Sane rettet Schalke in der 73. Minute ins 2:2 gegen Prag.

„Prag hat das sehr gut gemacht und den Ball gut laufen lassen. Wir haben uns mehr vorgenommen, leider hat es nicht gereicht“, sagte Sané und Kapitän Benedikt Höwedes ergänzte: „Wir haben uns das Ergebnis selbst eingebrockt. Wir haben lange Zeit das Ergebnis nur verwaltet, als dass wir zielgerichtet Fußball gespielt haben. Wichtig war aber, dass wir das Spiel nicht verloren haben. Wir sind zurückgekommen und haben Moral bewiesen.“

Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hatte beim frühen Führungstor von di Santo noch gar nicht im Stadion seinen Platz eingenommen. Zu der Zeit hatte noch der Schalker Aufsichtsrat getagt, wobei die Personalie Heldt sicherlich eine zentrale Rolle in den Beratungen spielte. Der Abschied des Managers, der durch den Mainzer Christian Heidel ausgetauscht werden soll, könnte noch in dieser Woche beschlossene Sache werden. Heldt selbst hatte bereits am Wochenende eine zeitnahe Entscheidung angekündigt.

Der Manager verfolgte das Geschehen nicht neben Tönnies, sondern an der Seite von Geschäftsführer Peter Peters. Und was der frühere Bundesliga-Profi sah, war eine effiziente Schalker Mannschaft. Schon die erste Torchance führte zum Führungstor. Nach Freistoß von Kaan Ayhan traf der von Werder Bremen gekommene Stürmer mit dem Hinterkopf ins Netz. Für di Santo war es bereits der vierte Treffer im laufenden Wettbewerb, während er in der Bundesliga noch ohne Torerfolg ist.

Auf die Unterstützung seines Sturmkollegen Klaas Jan Huntelaar konnte di Santo nicht setzen. Der niederländische Torjäger stand wegen einer Hüftverletzung nicht einmal im Kader, Huntelaar sollte laut Trainer André Breitenreiter für das Bundesliga-Spiel am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach geschont werden. Ohnehin veränderte Breitenreiter seine Mannschaft auf fünf Personen.

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