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26.02.2016

00:13 Uhr

Europa-League

Dortmund locker im Achtelfinale - Aus für Augsburg und Schalke

Der FC Augsburg ist raus, darf aber stolz sein. Der FC Schalke ist raus, die Leistung der Gelsenkirchener war desolat. In die nächste Runde zog Bayer Leverkusen nach den turbulenten Tagen. Auch Dortmund ist weiter.

Dortmunds Ilkay Gündogan (R) und Ruben Neves vom FC Porto während des Europa-League-Spiels. dpa

FC Porto - Borussia Dortmund

Dortmunds Ilkay Gündogan (R) und Ruben Neves vom FC Porto während des Europa-League-Spiels.

PortoZwei raus, zwei weiter. Der FC Schalke erntete Pfiffe von seinen Fans nach dem Ende in der Zwischenrunde der Europa League durch das 0:3 zu Hause gegen Schachtjor Donezk (Hinspiel 0:0). Die Anhänger des FC Augsburg verabschiedeten ihre Spieler indes mit Applaus nach dem 0:1 beim FC Liverpool (Hinspiel 0:0).

Ins Achtelfinale zogen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund ein. Der BVB gewann das Rückspiel beim FC Porto mit 1:0 nach einem vorangegangenen 2:0. Leverkusen setzte sich nach dem Stress um und der Strafe gegen Trainer Roger Schmidt mit 3:1 im eigenen Stadion gegen Sporting Lissabon durch (Hinspiel 1:0). Die Gegner im Achtelfinale werden an diesem Freitag in Nyon ausgelost.

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Die Premier League schwimmt im Geld. Doch in sportlichen Erfolg münzen englische Klubs dies nicht um. Akute Gefahr: Abstieg aus den Top drei in Europa. Eine Vorentscheidung fällt, wenn General van Gaal heute scheitert.

Einen Tag nach der für ihn bitteren Strafe durfte sich Roger Schmidt wieder freuen. Die Werksmannschaft des national zunächst für drei Spiele gesperrten Trainer feierte im zweiten Duell mit Lissabon binnen einer Woche den zweiten Sieg. „In der Europa League haben wir jetzt ein Zeichen gesetzt. Die Mannschaften werden jetzt Respekt vor uns haben“, betonte Torwart Bernd Leno.

Karim Bellarabi sorgte in der 30. Minute für die Führung. Nach dem Ausgleich durch João Mário (39.) war er mit einem tollen Distanzschuss (65.) auch für den zweiten Treffer verantwortlich. Der Nationalspieler hat damit maßgeblichen Anteil am Weiterkommen. Im Hinspiel hatte Bellarabi per Knie den 1:0-Siegtreffer erzielt. Im Rückspiel setzte drei Minuten vor Schluss Hakan Calhanoglu vor 26 585 Zuschauern den Schlusspunkt. „Nachdem das passiert ist, bin ich jetzt glücklich“, betonte Bayers Sportdirektor Rudi Völler mit Blick auf die Schlagzeilen um und die Sperre gegen Schmidt.

Die Spieler wurden ausgepfiffen. Trainer André Breitenreiter haderte auch mit der Einstellung seiner Mannschaft. „Es war nicht der Charakter eines K.o.-Spiels, was die Jungs auf den Platz gebracht haben“, sagte er. Die Leistung, die der Bundesliga-Sechste gegen die Ukrainer bot, war desolat.

Länderbilanz in Champions und Europa League 2015/16

Spiele, Tore, Punkte

Die Klubs aus den sieben großen Ligen haben bis zum 6. April 343 Spiele absolviert. Dabei fielen 554 Tore. Im Schnitt sammelten die Ligen 1,63 Punkte pro Spiel. Die Bilanz:
Quelle: Handelsblatt / Viebahn

1. Primera Division (Spanien)

67 Spiele, 129 Punkte, 1,93 Punkte pro Spiel

2. Bundesliga

60 Spiele, 109 Punkte, 1,82 Punkte pro Spiel

3. Serie A (Italien)

42 Spiele, 67 Punkte, 1,60 Punkte pro Spiel

4. Premier League (England)

55 Spiele, 86 Punkte, 1,56 Punkte pro Spiel

5. Primiera Liga (Portugal)

40 Spiele, 58 Punkte, 1,45 Punkte pro Spiel

6. Premjer Liga (Russland)

36 Spiele, 50 Punkte, 1,39 Punkte pro Spiel

7. Ligue A (Frankreich)

43 Spiele, 59 Punkte, 1,37 Punkte pro Spiel

Der Brasilianer Marlos brachte die Gäste in der 27. Minute in Führung. Der Argentinier Facundo Ferreyra (63.) und Viktor Kowalenko (78.) erhöhten vor nur 45 308 Zuschauern. Der UEFA-Cup-Sieger von 2009 steht in der nächsten Runde, Schalke ist raus. „Wenn du so ausscheidest, ist das natürlich kein schöner Abend. Das ist sehr ernüchternd und sehr, sehr bitter“, sagte Schalkes Torwart Ralf Fährmann im TV-Sender Sky.

Die FCA-Fans bejubelten und besangen ihre Mannschaft trotzdem. James Milner hatte vor 45 000 Zuschauern mit einem zweifelhaften Handelfmeter in der fünften Minute das Duell zugunsten der Gastgeber entschieden. Die Augsburger aber verabschiedeten sich mit erhobenen Häuptern aus Europa.

„Schade. Im Grunde hat nicht viel gefehlt“, sagte Manager Stefan Reuter. Klopp war erleichtert und meinte: „Es war ein wirklich gutes Spiel und jeder hat gesehen, dass wir es verdient haben.“ Vor allem der herausragende FCA-Rückhalt Marwin Hitz und der große Kampfgeist der Schwaben hielten die Partie bis zum Schluss offen. „Das war ein absolutes Highlight. Die Fans haben die Mannschaft zurecht gefeiert“, sagte Coach Markus Weinzierl.

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Kein Problem für den BVB. Beim Champions-League-Absteiger in Porto machte der Bundesliga-Zweite das Weiterkommen ohne Mühe perfekt. Ausgerechnet der fünfmalige Welttorhüter des Jahres Iker Casillas zerstörte mit seinem Eigentor (23. Minute) die anfangs vielleicht noch vagen Hoffnungen der Portugiesen auf ein kleines Fußball-Wunder.

„Das Ergebnis ist perfekt, wir haben wieder zu Null gespielt und auswärts gewonnen“, sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel, monierte aber auch im TV-Sender Sky ganz klar: „Ich bin nicht zufrieden mit unserer Leistung, da ist noch unheimlich viel Luft nach oben.“

Von

dpa

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