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21.02.2013

17:08 Uhr

Europa-League

Nach Höhenflug droht Bruchlandung

Die Ausgangslage ist bescheiden, die Zuversicht jedoch ungebrochen. Trotz der schlechten Ausbeute in den Hinspielen glaubt das deutsche Europa-League-Quartett weiter an den Einzug in das Achtelfinale.

Die Spieler von Bayer Leverkusen beim Training im Stadion von Lissabon. Heute Abend treten die Leverkusener ihr Auswärtsspiel gegen Benefica Lissabon an. dpa

Die Spieler von Bayer Leverkusen beim Training im Stadion von Lissabon. Heute Abend treten die Leverkusener ihr Auswärtsspiel gegen Benefica Lissabon an.

DüsseldorfDen deutschen Europa-League-Clubs droht nach bisher traumhafter Bilanz ein kollektiver Knockout. Für das noch in der Zwischenrunde des Wettbewerbs vertretene Bundesliga-Quartett ist die Ausgangslage vor den Rückspielen am Donnerstag wenig verheißungsvoll. Die Bilanz aus der Vorwoche mit zwei Niederlagen und zwei Remis sorgte für bundesweite Ernüchterung. Schneller als gedacht könnten sich alle Hoffnungen auf weitere markante Fortschritte des nationalen Vereinsfußballs in der UEFA-Fünfjahreswertung als Wunschdenken erweisen.

Vor einer besonders kniffligen Aufgabe steht der Bundesliga-Dritte aus Leverkusen, der sich beim 0:1 gegen Benfica Lissabon gar eine Heimniederlage leistete. Dennoch glauben alle Bayer-Profis weiter an das Fußball-Wunder. „Ich bin mir sicher, dass es nicht vorbei ist und wir gewinnen werden“, sagte Stefan Kießling. Die vom Torjäger noch vor dem Abflug dementierten Gerüchte, nach denen Meister Dortmund Interesse an einer Verpflichtung bekundet hat, konnten die Konzentration des Teams auf die Partie in Portugal nicht stören. Rudi Völler sprach allen Beteiligten Mut zu: „Benfica ist nicht der FC Barcelona. In Lissabon können wir alles oder nichts spielen.“

Einen größeren Rückstand muss Hannover nach dem 1:3 in Moskau gegen Anschi Machatschkala aufholen - im Gegensatz zu Leverkusen im eigenen Stadion. Doch von einem Heimvorteil kann nur bedingt die Rede sein. Für die Partie (21.05 Uhr/Kabel eins/Sky) gegen Samuel Eto'o und Co. wurden im Vorverkauf nur 25.000 Karten abgesetzt. „Der Reiz aus der vergangenen Saison ist nicht mehr so da“, bekannte Clubchef Martin Kind. Dennoch hofft Trainer Mirko Slomka auf den zweiten Achtelfinal-Einzug seines Teams in Serie: „Es wird schwer, aber wir haben uns noch nicht aufgegeben.“

Über mangelnde Unterstützung der Fans kann sich Mönchengladbach nicht beklagen. Immerhin 10.000 Anhänger begleiteten den Bundesliga-Zehnten zum Duell bei Lazio Rom (19.00 Uhr/Sky). Das schürt trotz des 3:3 im Hinspiel den Glauben an den ersten Achtelfinaleinzug in Europa seit 18 Jahren. „Die Unterstützung unserer Fans ist unglaublich. Wir hoffen, dass wir ihnen einen Sieg schenken können“, meinte Kapitän Filip Daems. Für zusätzlichen Rückenwind sorgt das bisher beachtliche Saison-Abschneiden in der Fremde. Sportdirektor Max Eberl: „Wir treten mit dem Wissen an, dass wir in bislang vier Europacup-Auswärtsspielen unbesiegt sind.“

Vor der vermeintlich leichtesten Aufgabe steht der VfB Stuttgart. Unbeeindruckt vom 1:1 daheim gegen den KRC Genk wähnt Hinspiel-Torschütze Christian Gentner den VfB nicht in der Außenseiterrolle: „Ich bin Optimist, dass wir weiterkommen. Mit einem Sieg, einem hohen Unentscheiden oder in der Verlängerung, das ist egal.“ Nach dem 1:0 am Sonntag im Liga-Krisengipfel bei 1899 Hoffenheim nach zuvor fünf Niederlagen hat Sportdirektor Fredi Bobic einen Stimmungsumschwung ausgemacht: „Wir können jetzt zuversichtlich in diese sehr interessante Parte gehen.“

Für die Schwaben wäre es der erste Einzug in das Achtelfinale der Europa League. Letztmals standen sie 2010 in der Runde der letzten 16 Mannschaften eines Europapokals. Damals war der FC Barcelona in der Champions League eine Nummer zu groß.

Von

dpa

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