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04.10.2012

23:37 Uhr

Europa League-Niederlage

Fenerbahce verschärft Gladbachs Krise

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat seine Negativserie auch auf internationaler Ebene fortgesetzt. Nach früher Führung verlor die Favre-Elf den Faden - und lud den Gegner zum Tore schießen ein.

Die Gladbacher lassen die Köpfe hängen, der Gegner aus Istanbul jubelt. SID

Die Gladbacher lassen die Köpfe hängen, der Gegner aus Istanbul jubelt.

MönchengladbachDie Krise von Borussia Mönchengladbach hat sich weiter verschärft. Gegen Fenerbahce Istanbul unterlag der Fußball-Bundesligist in der Europa League am Donnerstagabend mit 2:4 (1:2). Luuk de Jong (18. Minute) brachte Gladbach zwar in Führung. Die Treffer von Cristian (25./87.), Raul Meireles (40.) und Dirk Kuyt (71.) besiegelten aber nur fünf Tage nach dem 0:5 in Dortmund die erneute Pleite. Auch das zweite Gladbach-Tor von Igor de Camargo (74.) nutzte nichts mehr. Vor 46 279 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park - darunter mehrere tausend türkische Fans - fand die Fohlen-Elf keinen Rhythmus und wartet seit sieben Pflichtspielen auf einen Sieg.

Mit hängenden Köpfen schlichen die Gladbacher nach dem Abpfiff vom Platz. Filip Daems wollte zumindest die zwischenzeitlich gezeigte Moral hervorheben. „Das zeigt, dass Leben in der Mannschaft steckt“, sagte er. Sportdirektor Max Eberl fand sehr deutliche Worte. „Wir haben gesehen, dass nicht eine Mannschaft auf dem Platz steht, die vor Selbstvertrauen strotzt. Das muss sie sich erarbeiten. Wir müssen uns dagegen stemmen. Es hilft nicht zu lamentieren“, sagte Eberl und fügte an: „Wir müssen selber da raus aus der Scheiße.“


In der Gruppe C ist die Borussia mit nur einem Zähler unter dem Soll und muss im nächsten Spiel gegen Olympique Marseille am 25. Oktober unbedingt dreifach punkten, um die Europapokal-Hoffnungen am Leben zu erhalten. In der Bundesliga wartet am Sonntag das Überraschungsteam von Eintracht Frankfurt als nächster Prüfstein. Fenerbahce feierte im zehnten Pflichtspiel gegen eine deutsche Mannschaft den ersten Sieg überhaupt und hat wie Marseille vier Punkte auf dem Europapokal-Konto.

Entgegen seiner Ankündigung rotierte Gladbach-Trainer Lucien Favre richtig kräftig durch - gleich fünf Neue kamen im Vergleich zur bitteren Dortmund-Pleite ins Team. Größte Überraschung war der Einsatz von Thorben Marx, der seit mehr als einem halben Jahr wieder im Mittelfeld ran durfte. Im elften Pflichtspiel agierte die Borussia somit zum zehnten Mal mit einer anderen Anfangself - ohne Erfolg.

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