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15.12.2016

13:22 Uhr

Europäische Fußballclubs

Widerstand gegen eine größere Weltmeisterschaft

Geht es nach FIFA-Präsident Infantino sollen demnächst 48 statt 32 Nationen an der WM teilnehmen. Nachdem schon Joachim Löw sich dagegen ausgesprochen hatte, kommt nun auch Widerstand von den europäischen Fußballclubs.

Der Vorsitzende der Vereinigung der europäischen Fußballclubs (ECA) sagt, es sei auch im Sinne von Fans und Spielern die WM nicht zu vergrößern. dpa

Karl-Heinz Rummenigge

Der Vorsitzende der Vereinigung der europäischen Fußballclubs (ECA) sagt, es sei auch im Sinne von Fans und Spielern die WM nicht zu vergrößern.

NyonDie Vereinigung der europäischen Fußballclubs ECA mit ihrem Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge hat sich gegen eine größere Teilnehmerzahl bei Weltmeisterschaften ausgesprochen. „Wir müssen den Sport wieder mehr in den Mittelpunkt stellen. Politik und Kommerz dürfen im Fußball nicht zur exklusiven Priorität werden“, erklärte Rummenigge am Donnerstag. „Im Sinne der Fans und der Spieler fordern wir, das Teilnehmerfeld bei Fußballweltmeisterschaften nicht weiter zu vergrößern.“

Die Zahl der Spiele innerhalb eines Jahres habe schon heute insbesondere für Nationalspieler ein nicht mehr tolerierbares Maß erreicht, hieß es in der Mitteilung. Man habe FIFA-Präsident Gianni Infantino in einem Schreiben aufgefordert, das Teilnehmerfeld bei Fußball-Weltmeisterschaften auch in Zukunft nicht zu vergrößern.

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Infantino plant, die WM-Endrunde ab 2026 deutlich zu erweitern. Im Gespräch sind 48 statt bislang 32 Mannschaften. Am Mittwoch hatte sich bereits Bundestrainer Joachim Löw erneut gegen eine Aufstockung ausgesprochen. Eine Entscheidung über die Teilnehmerzahl soll das FIFA-Council bereits im Januar treffen.

Rummenigge hatte wiederholt auf den vollen Kalender hingewiesen. „Es ist der Zeitpunkt gekommen, dass nicht das Geld der entscheidende Faktor ist, sondern die ungesunde Belastung der Spieler. Unsere Spieler gehen auf dem Zahnfleisch“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern kürzlich. „Die Profis müssen inzwischen Tag und Nacht behandelt werden, damit sie überhaupt noch regenerieren können.“

Von

dpa

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