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12.03.2013

15:39 Uhr

FC Barcelona gegen Milan

Messi & Co. stemmen sich gegen Königsklasse-Aus

Nach der 0:2-Pleite im Hinspiel steht der FC Barcelona im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag gegen Mailand vor dem Aus. Die Italiener wollen mit allen Mitteln die Sensation perfekt zu machen.

Barça muss im heimischen Camp Nou-Stadion das verlorene Hinspiel gegen den AC Mailand wieder wett zu machen. AP/dpa

Barça muss im heimischen Camp Nou-Stadion das verlorene Hinspiel gegen den AC Mailand wieder wett zu machen.

BarcelonaEs ist eine wahre Herkules-Mission für Lionel Messi, Xavi & Co. Im Achtelfinal-Rückspiel gegen den AC Mailand wollen die Stars des FC Barcelona am Dienstag im heimischen Camp Nou nach der 0:2-Hinspielschlappe nicht nur das drohende, ungewöhnlich frühe Aus in der Champions League abwenden.

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Viele Medien und Beobachter in Spanien sind davon überzeugt, dass eine Pleite sogar das Ende der „Barça-Ära“ einläuten würde. „Barcelona hat nur zwei Optionen: Himmelreich oder Vorhölle“, warnte am Montag das Sportblatt „Marca“. Stürmer Thomas Müller vom Konkurrenten FC Bayern macht keinen Hehl aus seinen Präferenzen: „Jeder der Ambitionen in der Champions League hat, wäre froh, wenn der größte Titelaspirant schon jetzt rausgeht.“

Champions-League-Prämien

Hohe Ausschüttung

Die Champions League bleibt für die Uefa und die teilnehmenden Fußball-Klubs ein florierendes Geschäft. Mehr als 900 Millionen Euro werden in dieser Spielzeit ausgeschüttet.

Sichere Startprämie

Als fixe Startprämie verbuchen alle 32 Vereine 8,6 Millionen Euro. In der Summe sind für den Champions-League-Sieger im besten Fall mehr als 60 Millionen Euro möglich.

Siegprämien

Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es eine Million Euro, für jedes Unentschieden halb so viel. Erfolg zahlt sich auch in der K.o.-Runde richtig aus. 3,5 Millionen Euro überweist die UEFA für den Achtelfinal-Einzug, weitere 3,9 Millionen für das Erreichen des Viertelfinales. Die Halbfinalisten erhalten 4,9 Millionen Euro, der unterlegene Finalist 6,5 Millionen. Der Sieger des Endspiels Ende Mai in Lissabon bekommt 10,5 Millionen Euro überwiesen. Dazu kommen Ticketeinnahmen in Millionenhöhe.

Bayern verdienen am meisten

Der FC Bayern kommt nach dem Achtelfinale bereits auf 28,76 Millionen Euro Startgeld und Prämien. Dortmund nahm 24,85, Leverkusen 21,43 und Schalke 18,51 Millionen Euro ein. Ziehen die Bayern ins Viertelfinale ein, würden die Gesamteinnahmen bereits annähernd 50 Millionen Euro betragen.

Der Titel war viel Geld wert

Beim Titelgewinn 2013 kassierten die Münchner insgesamt 55,046 Millionen Euro an Uefa-Prämien, davon 19,146 Millionen aus dem Markt-Pool. Hinzu kamen rund 15 Millionen Euro an Zuschauer-Einnahmen aus sechs Heimspielen.

Vergleich Europa League

Die Gelder in der Europa League sind im Vergleich zur Königsklasse nur Trostpflaster. Im kleinen Europacup fließen nur mehr als 200 Millionen Euro an die 48 Vereine. Der Cupsieger bekommt fünf Millionen Euro, der unterlegene Finalist muss sich mit 2,5 Millionen Euro begnügen. Mit speziellen Bonifikationen kann der Europa-League-Sieger fast zehn Millionen Euro einstreichen.

Die meisten Barça-Profis stimmten vor dem Duell optimistische Töne an. „Wir stürmen bis zur letzten Sekunde und gewinnen 3:0“, versicherte Abwehrmann Gerard Piqué. Der vierfache Weltfußballer Messi bescheinigte seinem Team „viel Selbstvertrauen“, und Regisseur Andrés Iniesta legt sogar seine Hand „dafür ins Feuer, dass wir die Qualifikation schaffen.“

Der brasilianische Linksverteidiger Dani Alves sprach allerdings im „Marca“-Interview (Montag) bedenkliche Worte: „Wir haben den Hunger nach Siegen verloren.“ Messi wirke traurig und demotiviert, schob er kritisch nach.

Unter dem künftigen Bayern-Trainer Pep Guardiola hatten die Katalanen in vier Jahren bis Mitte 2012 14 von 19 möglichen Titeln geholt. In den vergangenen fünf Ausgaben der Champions erreichte man stets mindestens die Vorschlussrunde, zweimal ging die Trophäe der europäischen Königsklasse an die Katalanen.

Doch zuletzt präsentierte sich das Starensemble beim Pokal-Aus und der Liga-Schlappe gegen Erzrivale Real Madrid, bei einigen Meisterschafts-Aussetzern und der Niederlage in Mailand als „Ruine“ des einstigen Superteams, wie die Zeitung „El País“ zu Recht feststellte.

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