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12.01.2015

14:35 Uhr

FC Barcelona

Messi dementiert Wechsel-Gerüchte

Mit einem 3:1-Sieg über den spanischen Meister Atlético Madrid beendet der FC Barcelona eine Mini-Krise. Der überragende Messi ist an allen vier Toren beteiligt. Er weist Wechsel-Gerüchte als „Lügen“ zurück.

Wechselgerüchte? „Das sind alles Lügen“, sagt Fußball-Star Lionel Messi. AFP

Wechselgerüchte? „Das sind alles Lügen“, sagt Fußball-Star Lionel Messi.

BarcelonaLionel Messi will den FC Barcelona nicht verlassen und hat auch keinen Streit mit Trainer Luis Enrique. „Das sind alles Lügen“, wies der argentinische Superstar in der Nacht zum Montag die seit Wochen kursierenden Gerüchte zurück. „Ich habe nie irgendwas verlangt, damit ich bleibe, weil ich nicht die Absicht habe zu gehen, weder zu Chelsea noch zu Manchester City“, sagte Messi dem Clubsender Barça TV nach dem 3:1-Sieg der Katalanen über den spanischen Fußballmeister Atlético Madrid. „Ich habe gehört, dass mein Vater bereits mit Chelsea und City gesprochen habe. Das ist auch eine Lüge.“

Auslöser der Spekulationen waren Berichte über ein angeblich gespanntes Verhältnis zwischen dem viermaligen Weltfußballer und dem Barça-Coach. „Ich habe nie verlangt, dass man unseren Trainer hinauswirft“, betonte Messi und fügte hinzu: „Ich treffe im Verein keine Entscheidungen, sondern bin nur ein Spieler unter vielen.“

Gegen Atlético hatte Messi sein Team am Sonntagabend zum besten Spiel der Saison angetrieben. Der Argentinier war an allen vier Toren beteiligt. Er leistete die Vorarbeit zu den Treffern von Neymar (12. Minute) sowie Luis Suárez (35.) und schoss das dritte Tor (87.) selbst.

Vor dem Gegentreffer des Meisters hatte Messi im Barça-Strafraum einen leichten Körperkontakt mit seinem Gegenspieler Jesús Gámez, was Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco als Foulspiel wertete. Der frühere FC-Bayern-Stürmer Mario Mandzukic (57.) verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:2. Es dürfte, wie die spanische Presse vermutete, der erste Strafstoß gewesen sein, den Messi in seiner Profi-Karriere verschuldete.

Lionel Messi: Seine Sponsoren

Seine Sponsoren

Lionel Messi ist eines der gefragtesten Werbegesichter überhaupt. Davon profitiert der Argentinier auch gehörig. Die Sponsoringberatung Sport+Markt schätzt, dass er im Jahr bis zu 20 Millionen Euro durch Werbedeals verdient. Die jeweiligen Summen sind zumeist unbekannt, die wertvollsten sind hier in absteigender Reihenfolge zusammengestellt.

Stand: 2012

Adidas

Der Vertrag mit dem deutschen Sportartikelhersteller ist der höchstdotierte in der umfangreichen Werbesammlung des weltbekannten Fußballers und auch für den Konzern einer der wichtigsten Werbedeals überhaupt. Dafür, dass er mit Adidas-Schuhen spielt und zu den Markenbotschaftern des Unternehmens gehört, bekommt der Superstar jährlich eine mittlere einstellige Millionensumme überwiesen.

Pepsi

Der amerikanische Getränkekonzern ist bekannt dafür, nur mit Weltstars zu werben. Neben Messi haben auch schon Roberto Carlos, Fernando Torres und Michael Ballack einen kräftigen Schluck aus der Dose genommen. Auch Popstars wie Justin Timberlake und Britney Spears gehörten schon zu den ausgesprochen gut bezahlten Werbegesichtern.

EA Sports

Als „Transfer-Coup“ bezeichnete es der Videospielhersteller EA Sports, als Messi im November vergangenen Jahres das Werbegesicht des Unternehmens wurde. Sein Konterfei schmückt seitdem die weltbekannte Fußballspielreihe „FIFA“. Tatsächlich handelte es sich dabei um einen Transfer, denn für den schärfsten Konkurrenten der FIFA-Reihe, Pro Evolution Soccer von Konami, hatte der Argentinier von 2009 bis 2011 geworben. Die sind nun auf Cristiano Ronaldo umgestiegen.

Lary's

Bastian Schweinsteiger zieht sich am liebsten mit Funny-Frisch-Chips aufs Sofa zurück, Messi greift dafür zur Konkurrenz von Lay’s. Wahrscheinlich beschränkt sich das Fernsehen und Chipsessen aber auf die Werbespots. Denn Spitzensportler müssen streng auf ihre Ernährung achten. Und Messi darf darüber hinaus nicht in Werbekonflikte geraten…

Herbalife

….denn er ist auch Botschafter von Herbalife. Der Konzern ist der offizielle Ernährungspartner des FC Barcelona und hat sich zeitgleich mit dem Deal 2010 auch den kleinen Dribbelkünstler mit ins Boot geholt. Zu der Vereinbarung gehört, dass die unternehmenseigene Stiftung mit der Leo Messi Foundation Ernährungs- und Bildungsinitiativen umsetzt.

Head & Shoulders

Mehrere Trainingseinheiten am Tag, Spiele in der Champions League, im Pokal und in der Liga – Profisportler wie Lionel Messi duschen andauernd. Procter & Gamble macht sich das zu nutze und hat ihn als Werbegesicht für das Anti-Schuppen-Shampoo Head & Shoulders verpflichtet. Ob er es auch tatsächlich nötig hat, ist unbekannt.

Dolce & Gabbana

2009, 2010 und 2011 wurde Messi jeweils zum Weltfußballer des Jahres gekürt. Die letzten beiden Auszeichnungen nahm der Argentinier im edlen Zwirn der italienischen Modemarke Dolce & Gabbana entgegen. Die kleidet ihn seit zwei Jahren bei solchen offiziellen Anlässen ein.

Audemars Piguet

Die Schweizer Luxusuhrenmarke Audemars Piguet konnte Messi 2010 als Markenbotschafter gewinnen. Mittlerweile gibt es in einer limitierten Auflage von 1000 Stück die Leo Messi Royal Oak. Die Uhr wird mit persönlicher Widmung des Spielers in einer lackierten, einem Schuhkarton nachempfundenen, Box ausgeliefert.

Chery

Zu Luxusanzügen- und Uhren passen Luxusautos. Messi wurde 2010 also auch das Gesicht einer Automarke. Allerdings einer auf den ersten Blick etwas skurrilen: Doch der Fußballstar ist auch im fernen China berühmt und so verpflichtete ihn der dort ansässige Autobauer Chery für seine edle Riich-Modellreihe.

Actileche (Marke von Grupo Bimbo)

Möglicherweise noch ein Produkt, bei dem die Ernährungsberater des Superstars einschreiten würden: Weißbrot. Messi bewirbt es aber dennoch. Das Brot nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als in erster Linie im spanischsprachigen Raum verkauft wird. Auch für Messi gilt anscheinend: Es muss nicht immer die Welt sein.

Kurztexte von Malte Laug

Für die Katalanen bedeutete der Erfolg über den Meister das Ende einer Mini-Krise, die zur Entlassung von Manager Andoni Zubizarreta und zur Ansetzung einer neuen Präsidentenwahl geführt hatte. Die Partie gegen Atlético war als ein „Schicksalsspiel“ für Luis Enrique dargestellt worden. Immerhin hatten die Madrilenen in der vorigen Saison die Katalanen in der Champions League ausgeschaltet und ihnen am letzten Spieltag im Camp-Nou-Stadion den Meistertitel abgejagt.

Der Coach zeigte sich nach dem Erfolg erleichtert, aber auch realistisch: „Bei unserem nächsten Fehltritt werden die Spannungen neu aufbrechen“, prophezeite der Barça-Trainer. „Das ist unvermeidbar.“ Die Zeitung „El País“ schwärmte dagegen: „Messi war mehr Messi als je zuvor. Er agierte als Rechtsaußen, Regisseur und Vollstrecker.“

Das Zusammenspiel des Dreizacks MSN (Messi, Suárez, Neymar) funktionierte wie am Schnürchen. Neymar musste nach einem brutalen Tritt von José María Giménez wegen eines blutenden Knöchels behandelt werden. Der Brasilianer ließ sich einen Verband anlegen und spielte weiter. Der Schiedsrichter hatte die Attacke nicht einmal als Foulspiel bewertet. Barça (41 Punkte) rangiert in der Primera División hinter Tabellenführer Real Madrid (42), der ein Spiel weniger absolviert hat, und vor dem Titelverteidiger Atlético (38).

Von

dpa

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