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09.07.2015

12:16 Uhr

FC Bayern München

Gigaset will mit Rummenigge in China stürmen

VonAxel Höpner, Joachim Hofer

Bayern München hat einen neuen Topsponsor. Mit Hilfe des deutschen Fußballmeisters will der Telefonhersteller Gigaset auch international bekannter werden. Erste Aktionen sind schon geplant.

Der Telefonanbieter Gigaset sponsert den FC Bayern München. Gigaset-Chef Charles Fränkl (links) und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge haben den Vertrag unterzeichnet. PR Foto

Bayern-Sponsor

Der Telefonanbieter Gigaset sponsert den FC Bayern München. Gigaset-Chef Charles Fränkl (links) und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge haben den Vertrag unterzeichnet.

MünchenRekordmeister FC Bayern baut seine wirtschaftliche Vormachtstellung in Deutschland weiter aus. In der Allianz Arena präsentieren die Münchener den Schnurlostelefon-Hersteller Gigaset als neuen Sponsor. Die Firma steigt als sogenannter Platin-Sponsor und internationaler Partner bei den Bayern ein.

Karl-Heinz Rummenigge verwies auf die bayerischen Wurzeln von Gigaset, man passe sehr gut zusammen. Besonders im Blick haben die neuen Partner China. "Wir haben für uns entschieden, dass China für uns ein Hauptfokusmarkt sein wird", sagte FCB-Vorstand Jörg Wacker. In China gebe es mehr als 90 Millionen Sympathisanten des FC Bayern. Rummenigge räumte allerdings mit Blick auf China ein: "Wir kommen spät, wir kommen aber mit Volldampf."

FC Bayern München: Die Sponsoren des Rekordmeisters

Classic Partner

Adelholzener, Bayern 3, Coca Cola, Flyeralarm, Hublot, Georgio Armani, Schaeffler, Henkel, MAN, Philips, Samsung, Trentino Hotel, Schöller, Siemens, Thomas Sabo und Starwood Hotels.

Premium Partner

Yingli Solar, DHL, SAP, Paulaner, Lufthansa und Hypo Vereinsbank

Sportwetten

Tipico Sportwetten (Vertrag bis 2019), geschätztes Volumen pro Jahr: 5,5 Millionen Euro

Telefone

Gigaset ist seit Anfang Juli 2015 bis Mitte 2018 exklusiver Partner für das Segment Smartphones, Tablets und Wearables.

Stadion

Die Allianz zahlt für die Namensrechte jedes Jahr sechs Millionen Euro an den Verein. Zudem gehören dem Versicherungskonzern 8,33 Prozent des FC Bayern.

Ausrüster

Adidas hat den Vertrag bis 2030 verlängert. Bisher zahlte der Konzern 20 Millionen Euro an die Münchener. Künftig sollen es 60 Millionen Euro sein. Die Gesamtsumme des neuen Vertrags belaufe sich auf 900 Millionen Euro, berichtet „Sport Bild“. Zudem gehören dem Ausrüster 8,33 Prozent des FCB.

Trikots

Die Telekom lässt sich das Groß-Sponsoring auf den Bayern-Trikots („T)“ 30 Millionen Euro kosten.

Hauptsponsor

Audi lässt sich das Engagement jährlich 25 Millionen Euro kosten und hält 8,33 Prozent Vereinsanteile.

Gigaset kann Aufmerksamkeit gebrauchen: Das Unternehmen, das aus einer Siemenssparte hervorgegangen ist, will Ende des Jahres sein erstes Smartphone auf den Markt bringen. Der Markt für Schnurlostelefone schrumpft seit Jahren.

Die Menschen telefonieren zunehmend über das Handy. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz von Gigaset daher um zwölf Prozent auf 326 Millionen Euro, unterm Strich stand ein Verlust von knapp 17 Millionen Euro.  Deshalb will das Unternehmen in den zwar boomenden, aber auch heftig umkämpften Smartphone-Markt einsteigen.

FC Bayern München: Warum der Rekordmeister wirtschaftlich top ist

FC Bayern München

Warum der Rekordmeister wirtschaftlich top ist

Sportlich lief es für den FC Bayern in der abgelaufenen Saison nur mittelprächtig. Doch finanziell kann sich kaum ein Top-Club mit den Münchnern messen, wie der neue Report des Analysehauses S&P Capital IQ belegt.

Die Bayern sind begehrt: Erst dieses Frühjahr hat der Sportkonzern Adidas seinen Vertrag mit dem deutschen Rekordmeister bis 2030 verlängert. Adidas äußerte sich zu den finanziellen Details nicht. Klar ist aber, dass die Bayern von der kommenden Saison an deutlich mehr kassieren als bisher. Derzeit überweist die Marke mit den drei Streifen rund 25 Millionen pro Spielzeit. Nun dürfte es doppelt so viel sein, vielleicht auch mehr.

Es hat seinen Grund, dass Adidas jetzt so viel mehr bezahlt. Den englischen Spitzenklub Manchester United haben die Deutschen jüngst für die Rekordsumme von etwa 100 Millionen Euro pro Saison für zehn Jahre verpflichtet. Allerdings ist ManU weltweit bekannter als Bayern, so dass das Team mehr bekommen dürfte.

"Die großen Klubs werden immer populärer", begründet ein Adidas-Sprecher den Run auf die führenden Mannschaften. Neben den Bayern sponsert Adidas international noch Chelsea, Real Madrid sowie demnächst Juventus Turin. Die Italiener bekommen gut 30 Millionen Euro pro Jahr. Für den Verein ein guter Deal, denn der Adidas-Konkurrent Nike zahlte bislang nur die Hälfte. Die Amerikaner haben Barcelona und Manchester City unter Vertrag.

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