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06.11.2012

14:01 Uhr

FC Schalke

Holtby beerbt Raúl - und schielt nach England

Nach dem Abschied von Weltstar Raúl ist Lewis Holtby bei Schalke in die Spielmacherrolle geschlüpft. Er ist aus dem Team kaum wegzudenken. Doch längst steht der Halb-Engländer auf der Wunschliste britischer Vereine.

Schalkes Lewis Holtby: „Everton ist immer dicht an meinem Herzen und ich habe Arsenal immer geliebt wegen ihres Stils.“ dpa

Schalkes Lewis Holtby: „Everton ist immer dicht an meinem Herzen und ich habe Arsenal immer geliebt wegen ihres Stils.“

GelsenkirchenAus seinem Faible für den englischen Fußball macht Lewis Holtby kein Hehl. „Es ist ja bekannt, dass ich für die Premier League schwärme und es mein Traum ist, dort einmal zu spielen“, gibt der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler freimütig zu. Da sein Vater - Falkland-Veteran Chris - Engländer ist, nimmt ihm solche Aussagen auch niemand beim FC Schalke 04 übel. Rund um die Champions- League-Spiele gegen den FC Arsenal sind die Gerüchte über das Interesse britischer Topclubs am Kapitän der deutschen U 21-Nationalelf nochmals hochgekocht.

Doch Holtby beantwortete auch bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die Elf von Arsène Wenger alle Fragen nach seinen Zukunftsplänen gewohnt cool. „Das Thema ist zu krass in den Medien“, meinte er. „Ich bin ein Blau-Weißer und konzentriere mich im Moment nur auf Schalke und unsere Spiele“, stellte er klar. Nur weil Arsenal als Gegner in der Königsklasse einer der mutmaßlichen Interessenten sei, würde dies nun besonders in den Fokus gerückt, glaubt er.

Es bleibt dabei: „Ich bin Spieler von Schalke, nicht von Arsenal, Liverpool oder Manchester. Dafür gibt es Berater“, betonte Holtby in fließendem Englisch. Neulich erklärte er britischen Medien aber: „Everton ist immer dicht an meinem Herzen und ich habe Arsenal immer geliebt wegen ihres Stils.“ Wenger mochte vor der Partie auf Schalke gar nicht über das große Talent sprechen: „Ich rede nicht individuell über Holtby. Wir sind nicht auf dem Transfermarkt.“

Als torgefährlicher Kreativspieler in der Zentrale blühte Holtby erst nach dem Abschied von Superstar Raúl nach der Vorsaison auf Schalke so richtig auf. Die „10“ trägt er nicht nur auf dem Rücken, sie zeigt auch seine Lieblingsposition an. Durch seine Leistungen im Verein und die besonders in der U 21-Auswahl von Rainer Adrion gezeigten Führungsqualitäten zog Holtby auch die Aufmerksamkeit von Joachim Löw auf sich. Der Bundestrainer berief ihn mehrfach in den A-Kader, bisher blieb es aber bei zwei Länderspiel-Einsätzen.

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