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19.05.2012

14:03 Uhr

FCB-Präsident Uli Hoeneß

Der König von Bayern

VonIngmar Höhmann

Der FC Bayern München ohne Uli Hoeneß wäre undenkbar. Als Manager hat er aus dem FCB einen der besten Vereine der Welt gemacht - sportlich und wirtschaftlich. Im „Finale dahoam“ will er seine Karriere endgültig krönen.

Von Kollegen gefürchtet und verachtet, von Bayerns Fans geliebt: Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern München. dpa

Von Kollegen gefürchtet und verachtet, von Bayerns Fans geliebt: Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern München.

KölnWäre Bayern München ein Königreich, wäre es am Samstag Zeit für die Krönungszeremonie. Uli Hoeneß hätte sicher nichts dagegen, wenn er den Thron besteigen dürfte – das Champions-League-Endspiel gegen Chelsea London steigt immerhin in seinem Palast, der Allianz Arena. Der Finaleinzug der Mannschaft ist für Hoeneß auch ein Beleg seiner eigenen Leistung: „Wenn du in der Gesamtverantwortung stehst, dann ist die Dimension des Erfolgs noch mal größer.“

Uli Hoeneß steht auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Das Spiel gegen Chelsea sei „das Highlight in der Geschichte des FC Bayern, das Größte, was man im Klubfußball erreichen kann“, erklärte er vor der Partie. Für jemand, der es immer bis an die Spitze schaffen wollte, müsste bei einem Sieg eigentlich Schluss sein. Doch davon ist nicht auszugehen. Hoeneß wird bleiben. Denn nur bei den Bayern erhält er die Anerkennung, um die er sein Leben lang gekämpft hat.

Aufstieg durch Leistung – kaum jemand verkörpert diese Philosophie mehr als Uli Hoeneß. Der Ehrgeiz durchzieht sein Leben. „Die Eltern haben uns Kindern das Arbeiten gelehrt, und dass man nur durch Leistung nach oben kommt“, sagte er einmal der „Neuen Zürcher Zeitung“.

Samstags stand er in der Jugend im elterlichen Metzgerladen an der Kasse, selbst an Weihnachten stand das Geschäft im Vordergrund. „Da wurde gearbeitet, bis die letzte Gans verkauft war. Am Heiligabend um zehn Uhr waren wir dann alle tot. Wir konnten gerade noch etwas Anständiges essen, dann sind wir ins Bett gefallen.“

Wer sich anstrengt, wird belohnt: Mit dieser Devise verfolgt Hoeneß auch seinen eigenen großen Traum einer Fußballerkarriere. Als Jugendlicher lässt er sich von seinem Vater um sechs Uhr morgens wecken, damit er im Wald trainieren gehen kann. Der Metzgersohn aus Ulm folgt damit dem inneren Drang, den einfachen Verhältnissen seines Elternhauses zu entkommen. „Der Fußball hat mir die Möglichkeit gegeben, die soziale Leiter hochzusteigen“, sagte er.

Kommentare (9)

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Wurstsichtig

19.05.2012, 14:13 Uhr

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei.

bjarki

19.05.2012, 16:10 Uhr

Als kleiner Nichts war ich damals gelegentlich involviert in die Anfänge: erst auf dem Spielfeld, Hoeness, Rummenigge, Breitner. Hoeness war von der Leitfigur zunächst weit entfernt. Dann nahm er auf dem Spielfeld immer öfter die Führung in die Hand und hatte damals schon klare Vorstellungen von Vereinsführung. Ein kleines Managerwunder hat sich dann ereignet und heute ist Hoeness so manch einem aufgeplusterten It Manager überlegen. Er wirkt manchmal hochnäsig wie der dauerbraune Vorzeige- Trigema Schönling. Aber bei Uli Hoeness ist unbestritten: Er war es alleine ! Er ist überlegen und darf es artikulieren. In Neiddeutschland natürlich ein Problem. Ich kenne ich natürlich nicht( mehr) seit etlichen Jahrzenten, würde aber behaupten wollen, dass er ganz der Alte( junge) Uli Hoeness ist.

Account gelöscht!

19.05.2012, 17:32 Uhr

Es nervt gewaltig, dieses ewige Aufblasen des dumpfen Kickersports zum ach so wichtigen Medienspektakel. Die wahren Helden sind zurzeit auf der Nordschleife unterwegs, aber davon habt Ihr leider offenbar so gar nix mitbekommen ...

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