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01.12.2014

08:44 Uhr

Fifa-Boss hält an WM fest

Blatters Versprechen an Katar

Joseph Blatter wehrt sich gegen Kritik an einer Fußball-WM in Katar. Der Boss des Weltverbandes bekräftigt, dass das Turnier im Wüstenstaat gespielt wird. Zuvor hatte es in dem Vergabe-Skandal neue Enthüllungen gegeben.

Fifa-Präsident Joseph Blatter hält an einer WM in Katar fest. dpa

Fifa-Präsident Joseph Blatter hält an einer WM in Katar fest.

ManilaFifa-Präsident Joseph Blatter hat die neuerliche Kritik an der Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar zurückgewiesen. „Alles, was da in aller Welt erzählt wird, stammt von wem? Von denen, die nicht wirklich dabei waren oder involviert sind, wenn im Fußball etwas passiert“, sagte der Weltverbandschef am Sonntagabend bei den Feiern zum 60. Gründungstag des Asiatischen Fußballverbands in Manila. Der Schweizer bekräftigte erneut: „Die Weltmeisterschaft 2022 wird in Katar gespielt.“

Nach der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts von Fifa-Ethikhüter Hans-Joachim Eckert zur Vergabe der WM-Turniere 2018 nach Russland und 2022 an Katar war die Kritik am Weltverband neu entflammt. Im Raum stehen weiter schwere Korruptionsvorwürfe und der Verdacht unlauterer Machenschaften im Zuge des Vergabeverfahrens.

Blatter und die Korruptionsvorwürfe: Neun Fragen zum Fifa-Skandal

Blatter und die Korruptionsvorwürfe

Neun Fragen zum Fifa-Skandal

Ethikhüter, die sich uneins sind. Zeugen, die sich verraten fühlen. Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft prüft. Zeit, dass auch Fifa-Boss Sepp Blatter im Skandal um die WM-Vergabe mitmischt. Neun Fragen, neun Antworten.

Zuletzt hatte die „Sunday Times“ erneut pikante Details über angebliche Bestechung und brisante Hinterzimmer-Deals veröffentlicht, ohne jedoch konkrete Beweise zu nennen. Nach dem Bericht der englischen Zeitung soll der englische Verband FA externe Spezialisten angeworben haben, um Mitbewerber auszuspionieren. So habe man „Hintergrundinformationen zum Fortschritt des Bewerbungsprozesses in verschiedenen Ländern sammeln“ wollen, gab der Verband zu. England hatte sich um die WM 2018 beworben.

Zudem listet das Blatt zahlreiche Bestechungsversuche durch Russland und Katar auf. So sollen nicht nur Millionen geflossen sein. Auch politisch sei Druck auf das Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa ausgeübt worden. Angeblich wurde Michel Platini aus Russland ein Gemälde von Pablo Picasso geschenkt.

Von

dpa

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