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30.05.2015

04:28 Uhr

Fifa-Korruption

US-Steuerfahndung erwartet weitere Anklagen

Mit den Festnahmen von sieben Funktionären der Fifa ist es anscheinend nicht getan. Einem Medienbericht zufolge geht der Chef der US-Steuerfahndung davon aus, dass noch weitere Personen Besuch von der Polizei bekommen.

Polizisten bewachen das Gebäude des Fifa-Kongress in Zürich. dpa

Fifa

Polizisten bewachen das Gebäude des Fifa-Kongress in Zürich.

Washington/Buenos AiresDer Chef der US-Steuerfahndung geht von weiteren Anklagen im Fifa-Korruptionsskandal aus. Nach einem Bericht der „New York Times“ vom Freitag (Ortszeit) sagte Richard Weber: „Ich bin ziemlich sicher, dass wir eine weitere Runde von Anklagen haben werden.“

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Chuck Blazer saß einmal im Exekutivkomitee der Fifa, war einer der engsten Vertrauten von Präsident Sepp Blatter. Nun arbeitet er als Kronzeuge mit den Ermittlern zusammen. Dabei hörte er sogar ehemalige Kollegen ab.

Weber wollte nach Angaben der Zeitung die übrigen Ziele der US-Ermittlungen nicht nennen. Er wollte auch nicht sagen, ob darunter auch der soeben wiedergewählte Fifa-Präsident Sepp Blatter sei. Die US-Behörden gingen aber davon aus, dass weitere Personen in kriminelle Handlungen verwickelt seien.

Nach Ermittlungen aus den USA waren am Mittwoch sieben Spitzenfunktionäre, darunter auch die Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb (Kaimaninseln) und Eugenio Figueredo (Uruguay), in Zürich festgenommen worden. Insgesamt stehen 14 Personen unter Korruptionsverdacht.

Unterdessen durchsuchte Interpol am Freitag in Argentinien lokalen Medien zufolge die Büros von drei Geschäftsmännern. Sie gehörten zu den neun Fifa-Vertretern und fünf Führungskräften von Sportmedien und Sportvermarktungsunternehmen, die von den USA beschuldigt werden.

Seit Beginn der 90er Jahre sollen mehr als 150 Millionen Dollar Bestechungsgelder geflossen sein. Ein Richter ordnete die Verhaftung der drei Männer an, die aber offenbar noch nicht erfolgt ist.

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