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08.03.2014

13:43 Uhr

Fifa-Präsident zur WM 2022

Blatter sieht deutsche Großunternehmen in der Pflicht

VonKatrin Terpitz

Die Fifa steht in der Kritik, weil auf WM-Baustellen in Katar Arbeiter unter sklavenähnlichen Zuständen schuften sollen. Fifa-Chef Blatter sieht die Firmen in der Verantwortung. Zur WM 2018 in Russland schweigt er.

Blatter kritisiert Großunternehmen: „Sie halten sich zu sehr bedeckt.“ dpa

Blatter kritisiert Großunternehmen: „Sie halten sich zu sehr bedeckt.“

MönchengladbachSepp Blatter unter Palmen. Doch nicht in Brasilien oder Katar, wo die Fußballweltmeisterschaften 2014 und 2022 ausgetragen werden, weilt der umtriebige Fifa-Präsident. Vor einer Rabatte aus Topfpalmen spricht der wohl mächtigste Mann im Weltfußball am Freitagabend vor Unternehmern im rheinischen Mönchengladbach. Auf Einladung des Initiativkreises, ein Zusammenschluss von 31 Firmen der Region, diskutiert er über ein ernstes Thema: die soziale Verantwortung des Fußballs.

Hier steht die Fifa derzeit heftig in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften prangern unhaltbare Zustände in Katar an. Der reiche Wüstenstaat hatte von der Fifa den Zuschlag für die Austragung der WM 2022 erhalten. Allein das war umstritten. Berichte über Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung von Gastarbeitern bringen die Fifa nun in Bedrängnis. Zumal es bereits zahlreiche Tote auf gefährlichen WM-Baustellen gegeben haben soll.

Blatter räumt ein: „Da passieren Sachen, die gehören nicht dazu, aber alle müssen Verantwortung übernehmen.“ Pauschale Kritik an der Fifa wegen der Probleme mit Menschenrechten in Katar und speziell mit der prekären Situation der Arbeiter im Wüstenstaat weist er zurück. In erster Linie sieht er den Staat Katar in der Pflicht. Mit dem Emir von Katar stehe er persönlich in Kontakt. Übernächste Woche werde es einen Bericht zur Lage im Land im Vorfeld der WM geben, so Blatter.

Vor allem die Großunternehmen, die für die WM im Golfstaat Häuser, Bahnen und andere Dinge bauten, müssten Verantwortung tragen, mahnt der Fifa-Präsident. Er denke dabei besonders an solche aus Deutschland und Frankreich, sagt Blatter dem Handelsblatt.

„Großunternehmen halten sich hier sehr bedeckt“, kritisiert er. „Sie müssen alle mitmachen, sonst klappt es nicht.“ Auf Nachfrage räumt er allerdings ein, mit Unternehmen, die Aufträge für die WM in Katar ausführen, keinen Kontakt aufgenommen zu haben. „Sie sind aber bisher auch nicht auf uns zukommen“, sagt der Fußball-Funktionär.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

10.03.2014, 07:49 Uhr

Blatter sieht deutsche Großunternehmen in der Pflicht!
[...].
Weg mit Blatter, und ein Gericht über seine Machenschaften zu beauftragen, er hat dem Fußball mehr geschadet als genützt.
Kein deutsches Geld für Blatter, er soll seine Millionen einbringen.

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