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21.08.2015

21:08 Uhr

Fifa-Skandal

Präsidentsxchaftskandidat Chung Mong-Joon soll suspendiert werden

Wegen Ethikverstößen soll Fifa-Präsidentschaftskandidat Chung Mong-Joon suspendiert werden – das empfiehlt einem Medienbericht zufolge die Ethikkommission des Verbandes. Chungs Präsidentschaftsträume wären damit beendet.

Die Fifa-Ethikkommission empfiehlt laut einem Medienbericht Präsidentschaftskandidat Chung Mong-Joon zu suspendieren. dpa

Chung Mong-Joon vor dem Aus

Die Fifa-Ethikkommission empfiehlt laut einem Medienbericht Präsidentschaftskandidat Chung Mong-Joon zu suspendieren.

ZürichFifa-Präsidentschaftskandidat Chung Mong-Joon aus Südkorea droht einem Medienbericht zufolge wegen angeblicher Ethikverstöße vor der WM-Vergabe im Jahr 2010 eine lange Sperre. Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ soll die Untersuchungskammer der Fifa-Ethikkommission eine Suspendierung des 63-Jährigen für 15 Jahre beantragt haben.

Damit wäre die Bewerbung des Industriellensohnes um die Nachfolge von FIFA-Boss Joseph Blatter hinfällig. Die Ethikermittler des Fußball-Weltverbandes äußern sich offiziell nicht zu laufenden Verfahren. Das Urteil fällt die Rechtsprechende Kammer unter Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert.

Der „Welt am Sonntag“ zufolge soll Chung als damaliger Fifa-Vizechef im Jahr 2010 den Mitgliedern des Fifa-Exekutivkomitees die Gründung eines Global Football Fund vorgeschlagen haben. Diesen habe Südkorea demnach mit einer Zahlung in hoher dreistelliger Millionensumme unterstützen wollen – sofern das Land den Zuschlag für die WM 2022 erhalte. Katar setzte sich bei der skandalumwitterten Wahl durch. Chung schied 2011 aus dem Fifa-Gremium aus.

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Fast 20 Jahre Vize, die meiste Zeit davon unter Fifa-Chef Sepp Blatter – nun will Chung Mong Joon den Fußball-Weltverband selbst leiten: Der Südkoreaner hat seine Kandidatur bekräftigt. Er will die Fifa „verändern“.

Am Montag hatte der Südkoreaner mit heftigen Attacken gegen Blatter und Vorwürfen gegen seinen Wahlkampf-Kontrahenten Michel Platini seine Kandidatur für den Fifa-Spitzenposten angekündigt. Zu den konkreten Vorwürfen äußerte er sich bislang nicht. Die laufenden Ermittlungen der Fifa-Ethikkommission wegen der Bewilligung von Zahlungen für Fußball-Projekte in Pakistan während seiner Zeit als Fifa-Vize bezeichnete er zuletzt als „zynisch“. Die Fifa-Wahl findet am 26. Februar 2016 in Zürich statt.

Von

dpa

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