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29.05.2015

19:44 Uhr

Fifa-Wahl

Sepp Blatter bleibt Fifa-Präsident

Auch höchste politische Kreise haben Joseph Blatter zum Rückzug aufgefordert – ohne Erfolg. Der Schweizer wurde im Amt des Fifa-Präsidenten bestätigt. Gegenwind ist vor allem von der Uefa zu erwarten.

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ZürichAm Ende ging alles schnell. Um kurz nach 19 Uhr war der erste Wahlgang nach einer quälend langen Wahlprozedur durch. Blatter verpasste zwar das Quorum von 140 Stimmen, um gleich im ersten Wahlgang gewählt zu werden. Aber mit 133 Stimmen hatte er eine komfortable Mehrheit der 206 gültigen Stimmen. Sein jordanischer Herausforderer Prinz Ali bin al-Hussein, der 73 Stimmen erhielt, trat plötzlich an das Rednerpult. „Ich danke allen für Ihre Unterstützung“, sagte er und zog seine Kandidatur zurück. Die Sitzungsleitung erklärte daraufhin Blatter, der alle Rücktrittsforderungen ignoriert hatte, zum neuen Fifa-Präsidenten. Zum fünften Mal. In den Applaus mischten sich aber auch Pfiffe.

„Prinz Ali hat ein sehr gutes Ergebnis erzielt“, lobte Blatter, der sichtlich erleichtert wirkte, „In den nächsten vier Jahren werde ich Kapitän dieses Schiffs namens Fifa sein, um es zurück auf das Meer zu bringen.“ Blatter, der nach dem neuerlichen Korruptionsskandal mit sieben Festnahmen von Spitzenfunktionären in Zürich abermals ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war, kündigte aber auch seinen Rückzug an: „Am Ende meiner Amtszeit werde ich die FIFA meinem Nachfolger übergeben, eine robuste FIFA“, sagte der Schweizer.

Vor seinem Rücktritt will er allerdings noch das Exekutiv-Komitee neuorganisieren. Blatter will, dass die einzelnen Konföderationen repräsentativer im Fifa-Vorstand vertreten sind. Das kann eigentlich nur heißen, dass die Uefa mehr Stimmen bekommen soll. Ferner sollen mehr Frauen in den Fifa-Vorstand einziehen.

„Gott, Allah, oder was immer über uns ist, wird uns helfen, die Fifa wieder zurück zu bringen“, erklärte Blatter nach seinem Triumph. „Wir brauchen keine Revolution, wir brauchen eine Evolution. Ich möchte die Fifa neu gestalten, damit am Ende meines Mandats eine solide Fifa weiterregieren kann. Eine starke Fia, die den Sturm überstanden hat“, so Blatter.

Sogar höchste politische Kreise haben sich in die Diskussion eingeschaltet. Der britische Premierminister David Cameron forderte Blatter zum Rückzug auf. „Nach meiner Meinung sollte er gehen. Wir erleben die hässliche Seite eines schönen Spiels“, sagte Cameron am Freitag bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Auch Merkel verlangte einen Neuanfang bei der FIFA. „Was für mich im Zentrum steht, ist das, dass mit der Korruption dort gebrochen wird, dass dort Transparenz einkehrt.“

Kommentare (2)

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Herr M. Gandhi

29.05.2015, 20:00 Uhr

FiFA komplett auflösen, den ganzen korrupten Misthaufen 25 Jahre bei Wasser und Brot in den Kerker (ohne Gerichtsverhandlung).
Viele, viele, viele würden das begrüßen !!!!

Herr M. Gandhi

29.05.2015, 20:03 Uhr

Niersbach mitmischen lassen und richtig gegen Blatter KÄMPFEN;
Wenn die UEFA nicht zum Austritt bereit ist, dann auf jeden Fall die Deutsche Fußball Liga , DFB ..
Rückgrat beweisen und CHarakter zeigen !!

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