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28.07.2013

18:19 Uhr

Finalsieg gegen Norwegen

Elfer-Heldin Angerer hält EM-Titel für Deutschland fest

Die deutschen Fußball-Frauen schaffen ihr Sommermärchen: In einem dramatischen Finale bezwingen sie Norwegen und feiern ihren achten EM-Coup – dank Joker Anja Mittag und Elfmeter-Doppelkillerin Nadine Angerer.

Wie schon beim WM-Triumph von 2007 wird Torfrau und Spielführerin Nadine Angerer zur Elfmeterheldin. Beim UEFA Euro 2013 Finale gegen das Team aus Norwegen heißt es im schwedischen Solna am Ende 1:0 für die DFB-Frauen. AFP

Wie schon beim WM-Triumph von 2007 wird Torfrau und Spielführerin Nadine Angerer zur Elfmeterheldin. Beim UEFA Euro 2013 Finale gegen das Team aus Norwegen heißt es im schwedischen Solna am Ende 1:0 für die DFB-Frauen.

SolnaDank der überragenden Torhüterin Nadine Angerer hat sich die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft zum achten Mal die EM-Krone aufgesetzt. Im hartumkämpften Finale am Sonntag gegen Norwegen hielt Nadine Angerer zwei Foulelfmeter von Trine Rønning (29.) und Solveig Gulbranden (61.) und hatte so einen Riesenanteil am verdienten 1:0 (0:0)-Triumph gegen den Weltmeister von 1995. Vor 41 301 Zuschauern im schwedischen Solna erzielte die zur zweiten Spielhälfte eingewechselte Anja Mittag in der 49. Spielminute das umjubelte Siegtor für die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid.

„Was diese junge Mannschaft wieder geleistet hat, macht mich so stolz. Dieser EM-Titel ist sehr besonders. Nach den Hiobsbotschaften hat keiner damit gerechnet, dass wir soweit kommen“, sagte Neid und lobte Torhüterin Angerer: „Sie hat ihre ganze Klasse unter Beweis gestellt. Sie wollte im Finale unbedingt keinen reinlassen. Das hat man gemerkt.“ Die umjubelte Angerer fand es einfach nur „phänomenal und geil“, wieder Europameister zu sein. Im Vorfeld habe sie die Elfmeterschützen der Norwegerinnen zwar ein wenig studiert, im Finale dann aber doch spontan reagiert.

Wie erwartet rückte Celia Okoyino wieder für Mittag in die Startelf des Titelverteidigers, der Norwegen bereits in den drei EM-Endspielen 1989, 1991 und 2005 besiegt hatte. Die deutsche Toptorjägerin fehlte zuletzt beim 1:0-Halbfinale gegen Gastgeber Schweden wegen einer Oberschenkelzerrung. Doch im Finale ging Neid das geringe Risiko ein, zumal im Fall einer Verschlimmerung gute Alternativen zur Verfügung gestanden hätten.

Vor der stimmungsvollen Kulisse - schon nach einer Viertelstunde schwappte die „La Ola“ durch die wunderschöne Friends Arena - nahm die DFB-Elf das Heft von Beginn an in die Hand. Die Skandinavierinnen, die den siebenmaligen Europameister in der Vorrunde mit ihrer „B-Elf“ 1:0 besiegt hatten, agierten im defensiven 4-1-4-1-System. Das zeigte den großen Respekt der Elf von Even Pellerud vor der Offensive um Dzsenifer Marozsan und Okoyino da Mbabi, die sofort hellwach war.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

29.07.2013, 09:26 Uhr

.....................................
EURO 2013 IN SCHWEDEN
.....................................
welch ein wandel..
..
bis 1972 war frauenfussball verboten
und jetzt holt unsere nationalelf den
achten europameistertitel..
..
immer begleitet von unseren herren, die
in einem werbespot tischfussball spielen.
..
wie sich die zeiten ändern..
..
vielleicht gibt es bald ja einen tisch -
fussballcup für unsere männer
..

Fussballfan

29.07.2013, 10:55 Uhr

Ein Skandal, schade das die Journalie sich nicht empört. Der UEFA Werbespot "respect" ist wohl nur Show statt ernstegemeintes Engagement, denn wenn er ernstgemeint wäre hätte das Spiel zur Primetime stattgefunden, hat es aber nicht. Sonntagsnachmittags (CET) 16:00 uhr Anstoß hat das Spiel und damit den Frauenfußball deutlich ins Abseits gestellt. Eine grobe Unsportlichkeit der UEFA nach meinem Verständnis eine klare ROTE KARTE für die UEFA.

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