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17.05.2014

01:41 Uhr

Financal Fair Play

Millionenstrafen für Man City und PSG

Die UEFA hat die Fußball-Meister aus England und Frankreich mit deftigen Bußgeldern belegt. Manchester City und Paris Saint-Germain müssen etliche Millionen zahlen, weil sie sich nicht ans Financial Fair Play hielten.

ManCity-Manager Manuel Pellegrini: In der kommenden Champions-League-Saison darf er statt 25 nur noch 21 Spieler melden. ap

ManCity-Manager Manuel Pellegrini: In der kommenden Champions-League-Saison darf er statt 25 nur noch 21 Spieler melden.

NyonMit den höchsten Geldstrafen der UEFA-Geschichte müssen Manchester City und Paris Saint-Germain für ihre Verstöße gegen die Finanzgerechtigkeit büßen. Nach wochenlangem Widerstand akzeptierte auch der englische Fußball-Meister das Bußgeld von 60 Millionen Euro, wie City am Freitagabend bestätigte. Frankreichs Champion PSG muss die gleiche Summe zahlen, zudem dürfen beide Vereine nach dem Urteil der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in der kommenden Saison der Champions League nur 21 statt 25 Spieler melden. Der Ausschluss aus der Königsklasse bleibt beiden jedoch erspart.

Die von arabischen Investoren alimentierten Top-Clubs sollen sich mit überbordenden Investitionen unerlaubte Vorteile verschafft haben. Im Kern sieht die Regel vor, dass die Clubbilanz nur in bestimmten Maßen von externen Geldgebern ausgeglichen werden darf. Ebenfalls bestraft wurden Zenit St. Petersburg, Anschi Machatschkala und Rubin Kasan aus Russland, die türkischen Clubs Galatasaray Istanbul, Bursaspor und Trabzonspor sowie Lewski Sofia aus Bulgarien.

Manchester City hatte sich angeblich am heftigsten gegen die UEFA-Sanktionen zur Wehr gesetzt. Es gebe „fundamentale Meinungsverschiedenheiten“ in der Bewertung der Transferaktivitäten des Clubs vor 2010, teilte City mit. Dennoch habe sich Verein entschieden, die Strafe nun anzuerkennen. Teil des Vergleichs ist es, dass Manchester für die nächste Saison nicht mehr als 60 Millionen Euro für Neueinkäufe ausgeben darf - es sei denn, der Club nimmt durch Verkäufe zusätzliches Geld ein. Zudem dürfen die Ausgaben für Gehälter nicht höher als in dieser Spielzeit sein.

Beschränkungen werden frühestens 2015 aufgehoben

„Normalerweise würde der Club diesen Fall weiter durchfechten wollen und alle Rechtsmittel ausschöpfen. Aber wir müssen auch die praktischen Bedürfnisse unserer Fans, unserer Partner und unserer Geschäftstätigkeit berücksichtigen“, teilte City mit. Zudem veröffentlichte der Premier-League-Gewinner einen konkreten Stufenplan für die Zahlung der Geldstrafe.

Sollten City und PSG in den kommenden zwei Jahren die Finanz-Vorgaben der UEFA erfüllen, können die Beschränkungen am Ende der Saison 2015/2016 aufgehoben werden und beide Clubs bis zu 40 Millionen Euro zurückerhalten. Der Verein aus Manchester ist seit fast sechs Jahren in Besitz der Herrscherfamilie aus den Vereinigen Arabischen Emiraten, PSG wird seit 2011 von einem Konsortium aus Katar geführt. Beide Clubs hatten viele Millionen in Topstars wie Sergio Agüero, Edin Dzeko und Yaya Toure oder Zlatan Ibrahimovic und David Beckham investiert.

Gerade aus der Bundesliga war dieses Finanzgebaren immer wieder heftig kritisiert worden. Die Konkurrenz hofft nach dem Durchgreifen der UEFA nun auf mehr Wettbewerbsgleichheit. Die Clubvereinigung ECA begrüßte die Entscheidung des Dachverbands. „Ich fordere alle Clubs in Europa auf, die Regeln zu respektieren und den Weg, den wir mit der UEFA gewählt haben, einzuhalten“, sagte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge als ECA-Präsident.

Von

dpa

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