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25.09.2014

20:32 Uhr

Financial Fairplay

Uefa ermittelt gegen sieben Klubs

Gegen sieben Klubs, alle in der Champions- oder Europa-League vertreten, ermittelt die Uefa derzeit wegen Verstoß gegen das Financial Fairplay: Sie sollen mehr Geld ausgegeben, als eingenommen haben.

Der italienische Verein Inter Mailand ist einer von sieben Klubs, gegen den die Uefa wegen Verstoßes gegen das Financial Fairplay ermittelt. dpa

Der italienische Verein Inter Mailand ist einer von sieben Klubs, gegen den die Uefa wegen Verstoßes gegen das Financial Fairplay ermittelt.

NyonWegen möglicher Verstöße gegen das Financial Fairplay hat die Europäische Fußball-Union Ermittlungen gegen sieben Vereine aufgenommen. Betroffen sind der FC Liverpool, Inter Mailand, AS Rom, AS Monaco, Besiktas Istanbul, Sporting Lissabon und FK Krasnodar. Die Finanzkontrollkammer habe ein „Break-even-Defizit“ festgestellt, teilte die Uefa am Donnerstag mit. Die sieben Klubs, die in der Champions League oder Europa League spielen, sollen deutlich mehr Geld für Transfers oder Profigehälter ausgegeben als sie durch das Fußballgeschäft eingenommen haben.

In den kommenden zwei Monaten müssen die Vereine Berichte zu ihrer finanziellen Situation nachreichen. Ende des Jahres kann die Uefa über provisorische Sanktionen entscheiden. In der vorigen Saison hatte der Europa-Verband mit neun Vereinen, die gegen das Financial Fairplay verstießen, Vergleiche geschlossen. Darunter waren Paris Saint-Germain und Manchester City.

Mit dem vor drei Jahren gestarteten Financial Fairplay will die Uefa für ein vernünftigeres Wirtschaften der Clubs sorgen. Die Richtlinien sehen eine breite Palette von Sanktionen vor – von einer Warnung, über Geldstrafen bis zum Ausschluss von Wettbewerben oder einem Einkaufsverbot für neue Spieler. Wegen Verstößen waren mehrere Vereine von europäischen Wettbewerben ausgeschlossen worden.

Millionenspiel Champions League: Prämien wie im Vorjahr

Antritt

Alle 32 Teilnehmer an der Gruppenphase der Champions League können bereits fest mit 8,6 Millionen Euro Antrittsprämie kalkulieren.
Quelle: dpa

Siege

Dazu bringt jeder Sieg in den sechs Vorrundenspielen eine weitere Million Euro ein, jedes Unentschieden 500 000 Euro.

Erhöhung

Die Prämien bleiben auch die dritte Saison im Finanzzyklus 2012-2015 gleich, für die kommende Spielzeit werden sie dann vom Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA neu festgelegt.

 

K.o.-Runde

Für das Erreichen von Achtelfinale (3,5 Millionen Euro), Viertelfinale (3,9) und Halbfinale (4,9) werden weitere Gelder ausgeschüttet.

Sieger

Der Sieger des Endspiels sichert sich 10,5 Millionen Euro, der Finalist 6,5. Maximal kann der Gewinner der Königsklasse damit 37,4 Millionen Euro an Prämien einstreichen.

 

Pool

Dazu kommen noch Einnahmen aus dem sogenannten Marktpool. Diese verteilen sich auf die Teilnehmer aus dem jeweiligen Land und werden zu einem Teil durch das Abschneiden in der nationalen Liga der Vorsaison berechnet.

 

Real Madrid

In der Spielzeit 2013/14 verzeichnete Champions-League-Sieger Real Madrid mit insgesamt 57,414 Millionen Euro die höchsten Einnahmen.

 

Bayern München

Aus dem deutschen Quartett strich der FC Bayern München 44,616 Millionen Euro ein.

Weitere Bundesligisten

Dahinter folgten Borussia Dortmund (34,725), Bayer Leverkusen (26,335) und der FC Schalke 04 (23,720).

Außerdem entschied die Untersuchungskammer der Uefa-Finanzkontrolle (FKKK), dass die Spielprämien für fünf Vereine, die an Europapokal-Wettbewerben 2014/15 teilnehmen, bis zum Abschluss weiterer Untersuchungen vorsorglich zurückgehalten werden.

Betroffen sind Bursaspor, CFR Cluj, Astra Giurgiu, Buducnost Podgorica und FK Ekranas. Sie sollen überfällige Verbindlichkeiten in beträchtlicher Höhe gegenüber anderen Clubs, Arbeitnehmern oder Sozialversicherungs- und Steuerbehörden haben. Die Maßnahmen bleiben bis Dezember in Kraft. Bis dahin wird die Untersuchungskammer bewerten, ob die Außenstände mit Stand 30. September 2014 beglichen haben.

Von

dpa

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