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07.08.2013

21:21 Uhr

Finanzen der Fußballclubs

Die Bundesliga will in die Weltspitze

VonAnis Micijevic

Borussia Dortmund und der FC Bayern haben deutschen Profi-Fußball für ein internationales Publikum attraktiv gemacht. Nun soll die ganze Liga profitieren - und Spanien und England auch finanziell überholt werden.

Das packende Champions-League-Finale im Londoner Wembleystadion hat das Ansehen des deutschen Fußballs erhöht. dpa

Das packende Champions-League-Finale im Londoner Wembleystadion hat das Ansehen des deutschen Fußballs erhöht.

DüsseldorfDer deutsche Fußball ist im Aufwind und hat international seit der vergangenen Champions-League-Saison einen enormen Image-Schub erfahren. Das dramatische und fußballerisch hochklassige Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München diente als beste Visitenkarte für den deutschen Fußball. Aller Voraussicht nach werden auch in dieser Saison diese beiden Klubs die deutsche Meisterschaft untereinander ausspielen und sich in der K.O.-Runde der Königsklasse packende Duelle liefern, sollten sie aufeinander treffen.

Sind das nun schon die spanischen Verhältnisse, vor denen Bayern-Präsident Uli Hoeneß gewarnt hat? Zwei deutsche Teams, die wie Real Madrid und der FC Barcelona in Spanien dem Rest der Liga sowohl sportlich als auch finanziell uneinholbar enteilt sind? Auch wenn eine solche Schlussfolgerung verfrüht wäre, zeichnet sich im deutschen Fußball aus finanzieller Sicht ein Trend ab: Teams, die in der ersten Bundesliga spielen, schreiben eher schwarze Zahlen als Klubs aus der 3. Liga. Und selbst in der höchsten deutschen Spielklasse wird aus finanzieller Sicht die Luft an der Spitze immer dünner.

Das sind zwei wichtige Erkenntnisse aus der neuen Studie „Bälle, Tore und Finanzen X“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Die Studie basiert auf einer Befragung von 46 Klubs der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga. Danach erwirtschaftete zwar – wie in der Vorsaison – die Mehrheit (62 Prozent) der Erstliga-Klubs einen Gewinn – der Anteil der Klubs mit hohem Gewinn sank aber deutlich: von 52 auf 31 Prozent. Auch hier sind Borussia Dortmund und der FC Bayern München herauszuheben, die allein in der Champions League 54 bzw. 55 Millionen Euro eingenommen haben. Wie im Vorjahr schrieb knapp jeder fünfte Erstliga-Klub rote Zahlen.

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