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23.11.2015

14:38 Uhr

Fortuna beurlaubt Kramer

Keine Hoffnung in Düsseldorf

Vom Hoffnungsträger zum Ex-Trainer: Fortuna Düsseldorf hat Übungsleiter Frank Kramer freigestellt. Der Trainer sollte die Rheinländer zurück in die erste Liga führen, die Realität heißt jedoch Abstiegskampf.

Der Hoffnungsträger muss nach enttäuschenden Ergebnissen den Pattex-Stuhl räumen. dpa

Aus für Kramer

Der Hoffnungsträger muss nach enttäuschenden Ergebnissen den Pattex-Stuhl räumen.

DüsseldorfFortuna Düsseldorf hat die Geduld mit dem einstigen Hoffnungsträger Frank Kramer nach nur fünf Monaten verloren. Am Montag reagierte der Fußball-Zweitligist auf die anhaltende Talfahrt und trennte sich vom 43 Jahre alten Trainer. „Die Punktausbeute in den ersten 15 Saisonspielen und die bedrohliche Situation als Tabellen-Siebzehnter haben uns zu diesem Schritt gezwungen“, sagte Sportdirektor Rachid Azzouzi. Bis auf Weiteres wird der bisherige Co-Trainer Peter Hermann die Mannschaft als Übergangscoach betreuen.

Kramer hatte die Fortuna im Juli übernommen und sollte den Fußball-Zweitligisten mittelfristig wieder in die Bundesliga führen. Der Kader wurde im Sommer mit erstligaerfahrenen Spielern wie Didier Ya Konan, Karim Haggui oder Sercan Sararer verstärkt. Nicht zuletzt deshalb galt Düsseldorf als Aufstiegsaspirant. Die namhaften Neuzugänge konnten die in sie gesetzten Erwartungen jedoch größtenteils nicht erfüllen. Statt um den Aufstieg, kämpft die Fortuna nun gegen den Abstieg.

Die Entscheidung, den Trainer zu entlassen, sei den Verantwortlichen des Clubs „unheimlich schwer gefallen“, sagte Paul Jäger. Der kommissarische Vereinsvorsitzende hatte nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Schlusslicht MSV Duisburg am vergangenen Spieltag noch über Kramer gesagt: „Ich gehe davon aus, dass er beim nächsten Spiel in Frankfurt auf der Bank sitzt.“ Nun räumte auch er ein. „Wir hatten gemeinsam nicht mehr die Hoffnung, mit Frank Kramer die Wende herbeizuführen. Wir haben in einer kritischen Situation im Sinne des Vereins gehandelt.“

Dass die Situation tatsächlich kritisch ist, zeigt Kramers Bilanz: In 15 Ligaspielen hat der Fußball-Lehrer mit seiner Mannschaft lediglich 13 Punkte geholt und nur drei Spiele gewonnen.

Peter Hermann, der wie Kramer erst im Sommer zur Fortuna kam, hat bereits Erfahrung mit dem Job als Übergangscoach. Für Bayer Leverkusen arbeitete er zwischen 1991 und 1996 dreimal als Interimstrainer. Als Dauerlösung für die Nachfolge Kramers werden in den Medien bereits zwei Namen gehandelt. So sollen Friedhelm Funkel und Jos Luhukay auf der Liste der Fortuna-Verantwortlichen stehen.

Von

dpa

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