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21.05.2013

17:50 Uhr

Franz Beckenbauer

„... und dann gewinnt Bayern im Elfmeterschießen“

Das deutsche Finale in der Champions League zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern versetzt auch den Münchener Ehrenpräsidenten in Hochspannung. Für seinen Endspiel-Helden hat sich Beckenbauer schon entschieden. Zumindest in seinen Gedankenspielen.

Franz Beckenbauer: Auch für den Münchner Ehrenpräsident sind Prognosen schwierig. dpa

Franz Beckenbauer: Auch für den Münchner Ehrenpräsident sind Prognosen schwierig.

BerlinAuch bei Franz Beckenbauer steigt jeden Tag die Spannung. Seinen Spielfilm für das deutsche Finale in Wembley hat der Kaiser längst im Kopf. Der deutsche Fußball präsentiert sich mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund von seiner Schokoladenseite und am Ende gewinnen natürlich seine Münchener.

„Auf jeden Fall ist es eine Chance, der Welt zu zeigen, dass der deutsche Vereinsfußball lebt, wie er aufgeholt hat. Daher wünsche ich mir ein 2:2 oder ein 3:3, mit Verlängerung, und dann gewinnt der FC Bayern im Elfmeterschießen. Das wäre an Dramatik nicht zu überbieten. Dann würde die Welt über dieses Spiel noch Jahre sprechen“, sagte Beckenbauer in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Auch seinen Endspiel-Helden hat sich der Münchner Ehrenpräsident schon ausgeguckt. Den entscheidenden Elfmeter schießt in seinen Gedankenspielen: „Robben!“

Doch Beckenbauer weiß, dass Prognosen sogar für ihn schwierig sind. „Es wird sicher ein enges Spiel werden, wenn beide Mannschaften ihr Potenzial abrufen. Dortmund ist an einem guten Tag in der Lage, jede Mannschaft auf der Welt zu schlagen, auch den FC Bayern. Die Bayern sind durch ihre Dominanz in der Bundesliga vielleicht in einer leichten Favoritenrolle. Aber ein Endspiel ist eine andere Situation“, sagte Beckenbauer.

Das Finale ist für den 67-Jährigen ein Indiz für eine Wachablösung im Weltfußball. „Es wäre ein guter Moment zu zeigen, dass die Deutschen die Führung übernommen haben“, sagte er. Beckenbauer traut einigen Spielern zu, durch einen perfekten Tag zum Favoriten für die Wahl zum Weltfußballer 2013 zu werden. „So ein Endspiel ist die beste Bühne. Da schaut die Welt zu. Das ist wie ein WM-Endspiel. Eine gute Gelegenheit für jeden, sich ins Zeug zu legen“, sagte er. Namentlich nannte er die Bayern Franck Ribéry, Arjen Robben und Bastian Schweinsteiger sowie die Dortmunder Mario Götze und Marco Reus.

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