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22.01.2009

12:00 Uhr

Frauen-WM 2011 in Deutschland

DFB hofft auf neues Sommermärchen

VonMartin Greive

Geht es um das Interesse der Zuschauer, sprengt Frauenfußball alle Erwartungen. Bei der WM 2007 verfolgten eine Milliarde Zuschauer, wie die Deutschen den Titel holten. Das lässt Sponsoren aufmerken. Doch die Fifa setzt ihnen enge Grenzen.

Auf Erfolgskurs: Die Deutschen Spielerinnen Conny Pohlers und Renate Lingor, hier in Preston 2005. Foto: Reuters Reuters

Auf Erfolgskurs: Die Deutschen Spielerinnen Conny Pohlers und Renate Lingor, hier in Preston 2005. Foto: Reuters

FRANKFURT. Renate Lingor will Deutschland ein weiteres Sommermärchen bescheren: Bei der Frauen-Weltmeisterschaft 2011 soll die Begeisterung ähnlich groß werden wie bei der Fußball-WM der Männer 2006. Ein ambitioniertes Ziel - das aber keineswegs abwegig sei, sagt Ex-Nationalspielerin Lingor. Sie hofft, dass auch die Sponsoren ihren Teil dazu beitragen: "Dann kann sich der Frauenfußball in Richtung Profisport entwickeln."

Die Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland wird dem Frauenfußball einen neuen Höhenflug bringen. Das ist das zentrale Ergebnis des "Affinity Tracer Frauenfußball 2009", eine Untersuchung der Frankfurter Agentur Experience und der Sport-Research-Beratung IFM. Geht es um Medienpräzenz, stellt Frauenfußball mitunter selbst Traditionssportarten in den Schatten: Im IFM Event Index, einer kombinierten Bewertung von Sendedauer und Reichweite, lag Frauenfußball im WM-Jahr 2007 bereits auf Platz acht - noch vor Ski Alpin und Leichtathletik.

Die Weltmeisterschaft 2007, bei der Deutschland den Titel holte, sahen im Fernsehen eine Milliarde Menschen. "Mit der zunehmenden Akzeptanz wird Frauenfußball auch aus Sponsorensicht immer interessanter", sagt Jordi Queralt, Geschäftsführer von Experience.

Das Sponsoring für die WM 2011 gestaltet sich allerdings schwierig. Die Fifa zieht hier enge Grenzen. So schreibt der Weltverband die Kategorien "Globale Fifa-Partner" und "Nationale Förderer" vor. Zwar kann der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die nationalen Sponsoren selbst bestimmen. Deren Produktpalette darf sich aber nicht mit dem Angebot der Fifa-Sponsoren überschneiden. DFB-Präsident Theo Zwanziger befürchtet, das große Potenzial nicht ausnutzen zu können. "Wir könnten problemlos 15 bis 20 Sponsoren bekommen", sagt er, "aber das geht nicht, weil die Vorgaben der Fifa das nicht zulassen."

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