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05.07.2015

09:35 Uhr

Frauenfußball-WM 2015

Deutschland verpasst die Medaille

Auch der Bronze-Traum ist geplatzt: Die deutschen Fußballerinnen verpassten gegen England einen versöhnlichen Abschluss der WM in Kanada. Die Entscheidung fiel erst in der Verlängerung.

Die deutsche Stürmerin Alexandra Popp. dpa

Spiel um Platz drei: England - Deutschland

Die deutsche Stürmerin Alexandra Popp.

EdmontonMit ihrem Elfmetertreffer in der 108. Minute zum 1:0 (0:0) nach Verlängerung zerstörte Fara Williams vor 21.483 Zuschauern in Edmonton im Spiel um Platz drei die deutsche Hoffnung auf den Gewinn der Bronzemedaille. Für England war es im 21. Versuch der erste Länderspielsieg überhaupt gegen eine DFB-Elf.

Während die „Three Lionesses” über Platz drei jubelten, muss der DFB-Tross am Sonntag von Edmonton aus die Heimreise mit leeren Händen antreten. Der WM-Vierte wird am Montag in Frankfurt erwartet. Torhüterin Nadine Angerer, die ihre 19 Jahre währende DFB-Karriere mit einer Niederlage beendete, sitzt dann nicht mit im Flieger. Die 36-Jährige reist direkt weiter nach Portland, wo sie die US-Saison mit den Thorns noch zu Ende spielt.

Beim Elfmeter von Williams war Angerer chancenlos. Vorausgegangen war ein Foul von Tabea Kemme an Lianne Sanderson. Bundestrainerin Silvia Neid sagte: „Der Elfmeter war berechtigt. Da waren wir etwas naiv.”

„Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, bis auf den Torabschluss”, sagte Angerer. „Es zieht sich durch das ganze Turnier, dass wir nicht gut im Torabschluss waren”, meinte die Spielführerin in der ARD. „Wenn man keine Tore schießt, kann man nicht gewinnen.” Auch die Bundestrainerin sah es ähnlich: „Wir hatten einfach wieder unsere Abschlussschwäche.”

Neid nahm nach der 0:2-Niederlage im Halbfinale gegen die USA gleich fünf Veränderungen vor. Neu in die Startelf rückten Bianca Schmidt, Babett Peter, Melanie Behringer, Lena Petermann und Sara Däbritz. Dafür nahmen Leonie Maier, Annike Krahn, Melanie Leupolz, Anja Mittag und Alexandra Popp zunächst auf der Bank Platz. Dzsenifer Marozsan und Lena Lotzen waren wegen Sehnenreizungen nicht einsetzbar.

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