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26.01.2007

22:26 Uhr

Frei Matchwinner für Dortmund

BVB schockt die Bayern

Mit Herz und Leidenschaft hat Borussia Dortmund dem neuen Trainer Jürgen Röber gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München einen perfekten Einstand beschert und zugleich den Titelambitionen des deutschen Rekordmeisters einen herben Dämpfer verpasst. Zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga schlugen die Westfalen in einer spannenden und rassigen Partie die Bayern überraschend mit 3:2 (1:2) und versöhnten sich nach der schwachen Hinrunde vorerst mit ihren oft enttäuschten Fans. Dagegen ist die Aufholjagd der Bayern auf das Bundesliga-Spitzenduo Werder Bremen und Schalke 04 gleich zu Beginn ins Stocken geraten.

Alexander Frei war der Matchwinner für den BVB. Hier bejubelt er das 2:2. Foto: dpa dpa

Alexander Frei war der Matchwinner für den BVB. Hier bejubelt er das 2:2. Foto: dpa

HB DORTMUND. Der Nachfolger des nach der Hinrunde gefeuerten Trainers Bert van Marwijk feierte mit dem verdienten Sieg mit seiner Mannschaft erst den dritten Heimsieg der Saison und den ersten über den Rekord-Titelträger seit drei Jahren. Die Saisontore Nummer sieben und acht von Alexander Frei (12., 57.) sowie der Treffer von Tinga verdarben den Bayern den ersehnten Auftakterfolg.

Für den Titelaspiranten reichte es vor 80 708 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Dortmunder Arena unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw nur zu Treffern von Daniel van Buyten (25. ) und Roy Makaay (42.). Für die Bayern war es bereits die vierte Auswärtsniederlage der laufenden Saison. Torhüter Oliver Kahn hatte schon vor dem Spiel erklärt, dass eine Niederlage in Dortmund vorentscheidenden Charakter im Meisterschaftskampf haben könnte.

„Wenn wir so spielen wie heute, werden wir sicher nicht Meister“, schimpfte Nationalspieler Philipp Lahm: „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, aber jetzt haben wir wieder so angefangen wie in der Hinrunde. Wenn man 2:1 führt, darf man einfach nicht verlieren.“ Trainer Felix Magath zeigte sich niedergeschlagen: „Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Nach einer guten Vorbereitung war das nicht zu erwarten. Borussia war leidenschaftlicher. Wir haben nur versucht, das spielerisch zu lösen“, bilanzierte Magath enttäuscht. Den Titel wollte er aber noch nicht abschreiben: „Es sind noch 16 Spiele. Wir müssen lernen, dass das nur mit spielerischen Mitteln nicht geht.“

Sein Dortmunder Kollege Röber war nach seinem ersten Sieg im ersten Spiel erleichtert: „Wenn man die ersten 45 Minuten das Spiel bestimmt, dann 1:2 zurückliegt und dann wieder zurückkommt - und das gegen die Bayern vor so einem fantastischen Publikum. Mehr geht einfach nicht.“

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