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06.02.2013

23:51 Uhr

Freundschaftsspiel

Deutschland feiert 2:1-Sieg gegen Frankreich

Die DFB-Elf ist erfolgreich in das neue Länderspieljahr gestartet. Müller und Khedira schossen Deutschland zum 2:1-Sieg gegen die Equipe Tricolore. Es war der erste Auswärtserfolg gegen Frankreich seit 78 Jahren.

Thomas Müller feiert seinen Ausgleichstreffer zum 1:1 mit seinen DFB-Kollegen Sami Khedira, Mario Gomez und Ilkay Gündogan. dpa

Thomas Müller feiert seinen Ausgleichstreffer zum 1:1 mit seinen DFB-Kollegen Sami Khedira, Mario Gomez und Ilkay Gündogan.

ParisDie schwarze Frankreich-Serie ist beendet. Erstmals nach 78 Jahren hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wieder ein Länderspiel im Nachbarland gewonnen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw setzte sich zum Jahresauftakt 2013 nach einer couragierten Leistung mit 2:1 (0:1) gegen die Franzosen durch und weckte ein Stück Zuversicht auf dem Weg zur WM in Brasilien. Die Entscheidung vor rund 75 000 Zuschauern am Mittwoch im Stade de France entstand durch eine Madrider Koproduktion. Sami Khedira verwertete den Doppelpass von Mesut Özil (74.) zum Siegtor. Zuvor hatte Thomas Müller (51.) die französische Führung durch Mathieu Valbuena (44.) ausgeglichen. Für das DFB-Team war es zudem der erste Auftaktsieg seit 2008.

„Es war ein temporeiches Spiel mit vielen guten Aktionen nach vorne. Wir haben viele Dinge, die wir zuletzt gegen Holland nicht umgesetzt haben, heute klasse gemacht. Wir hatten das Spiel überwiegend im Griff und waren eindeutig die bessere Mannschaft“, lobte Löw seine Sieger. Besonders happy war Siegtorschütze Khedira: „Der Rückstand zur Pause war ein ungerechtes Ergebnis. Wir waren schon in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft.“ Seine besondere Anerkennung gab dem Vorbereiter des 2:1. „Mesut kann den Ball so gut spielen wie kein Zweiter auf der Welt. Er kennt meine Laufwege“, meinte Khedira.

Im 90. Länderspiel unter Löws Regie belohnte sich die deutsche Mannschaft mit dem verdienten Erfolg für ein sehr ordentliches Spiel - und das trotz der vielen Absagen. Bundeskanzlerin und Edelfan Angela Merkel, die die Partie gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande auf der Tribüne verfolgte, sah eine engagierte DFB-Auswahl, die ihren ersten Erfolg gegen Frankreich seit dem 2:1 im August 1987 im Berliner Olympiastadion einfuhr. Am Ende hatte auch Torwart-Rückkehrer Rene Adler mit seiner Parade gegen Franck Ribéry (90.) großen Anteil. „Ich war vorher richtig nervös, das muss ich ehrlich zugeben“, gestand der Schlussmann des Hamburger SV.

In der Schaltzentrale bot Özil eine starke Partie. Von den Ideen des Wahl-Spaniers lebte das deutsche Spiel. Auf der rechten Seite brach Müller mit seiner Schnelligkeit immer wieder die gegnerische Deckung auf. Mit seinem elften Länderspieltor belohnte er sich für unermüdlichen Einsatz. Eher im Schatten stand dagegen Mario Gomez, der bei seinem ersten Einsatz seit dem EM-Halbfinale kaum Bindung zum Spiel fand und nach der Pause Toni Kroos weichen musste. Auch Rückkehrer Lukas Podolski, der erstmals seit dem Italien-Spiel wieder ran durfte, baute nach gutem Beginn ab.

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