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03.04.2006

16:31 Uhr

Für Kahn und Lehmann werden nächsten Spiele zu Bewährungsprobe für ihre Nerven

Klinsmann bleibt bei Torwart-Zeitplan

Auch nach dem heiß diskutierten Patzer von Oliver Kahn und der Kritik von Uli Hoeneß bleibt Jürgen Klinsmann bei seinem umstrittenen Zeitplan in der „T-Frage“ - und bekommt dafür klare Rückendeckung vom genesenen DFB-Chef. Rivale Jens Lehmann registrierte in London natürlich die Fehler des Kontrahenten.

Auswechslung dpa

Bayern-Keeper Oliver Kahn verlässt gegen Köln den Platz.

dpa MÜNCHEN. Auch nach dem heiß diskutierten Patzer von Oliver Kahn und der Kritik von Uli Hoeneß bleibt Jürgen Klinsmann bei seinem umstrittenen Zeitplan in der "T-Frage" - und bekommt dafür klare Rückendeckung vom genesenen DFB-Chef.

"Was die Entscheidung über die Nummer 1 bei der WM anbelangt, glaube ich, dass Jürgen Klinsmann Oliver Kahns Patzer gegen den 1. FC Köln nicht zum Maßstab nehmen wird. So etwas kann immer 'mal passieren", erklärte Gerhard Mayer-Vorfelder der dpa. Der Bundestrainer, der seit dem ersten April-Wochenende wieder in Deutschland ist, wischte den verbalen Angriff von Bayern-Manager Uli Hoeneß ("Das schadet den Vereinen") unbeeindruckt vom Tisch.

"Wir werden den Monat Revue passieren lassen und uns Anfang Mai entscheiden", betonte Klinsmann, der in der Verletzung und im Fehlgriff von Kahn gegen Köln "kein Problem" sieht: "Fehler passieren jedem Torwart und Spieler." Auch für DFB-Präsident Mayer-Vorfelder, der nach einer Herz-Operation seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen hat und damit bis nach der Weltmeisterschaft als oberster Funktionär für die deutsche Nationalelf verantwortlich zeichnet, will von einer Verunsicherung oder einer Schwächeperiode der bisherigen Nummer eins nichts wissen. "Die Konkurrenzsituation hat die Torhüter nicht geschwächt, sondern sogar gestärkt", erklärte der 73-Jährige.

Zwar will Kahn künftig mehr auf seinen Körper hören und nur dann spielen, wenn er "1 000-prozentig fit" ist. Doch trotz seiner Rippenprellung möchte der 36-Jährige schon im Bundesliga-Spitzenspiel des FC Bayern gegen Werder Bremen wieder zwischen den Pfosten stehen. "Egal, welche Knüppel man mir zwischen die Beine wirft. Ich werde kämpfen und auf mein Ziel WM hinarbeiten", kündigte der Münchner an, räumte allerdings auch ein: "Sicherlich ist die Situation nicht leicht für mich." Doch der nach den öffentlichen Diskussionen noch angewachsene Druck sei für ihn eher motivierend: "Druck ist etwas, was für mich persönlich gut ist."

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