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15.01.2011

14:49 Uhr

Fußball 2.Bundesliga

Kampfstarke Fortuna schlägt Energie Cottbus

VonThorsten Giersch

Im Kampf um die Aufstiegsplätze musste Energie Cottbus einen Rückschlag hinnehmen. Das Team von Claus-Dieter Wollitz verlor bei der heimstarken Fortuna aus Düsseldorf 1:3.

Andreas Lambertz trifft für die Fortuna. Foto: SID Images/Firo SID

Andreas Lambertz trifft für die Fortuna. Foto: SID Images/Firo

DÜSSELDORF. Eine alte Fußballweisheit sagt: Wer am meisten Zweikämpfe gewinnt, gewinnt auch das Spiel. So trifft das im modernen Fußball nur noch selten zu. Das Spiel der Cottbusser bei Fortuna Düsseldorf war ein Paradebeispiel für diesen Spruch.

Von der ersten Minute an gewannen die Gastgeber gefühlte 90 Prozent der wichtigen Zweikämpfe – gerade im Mittelfeld. Nach dem Spiel urteile Gäste-Trainer Claus-Dieter Wollitz: „Meine Spieler hatten heute nicht genug Lust auf Fußball.“

So sah es auch aus. Düsseldorf spielte ohne großes Risiko, aber effektiv: Von hinten heraus wurde kaum per Passspiel nach vorne agiert, viel lieber erkämpfte sich die von Trainer Norbert Meier glänzend eingestellte Truppe den Ball im Mittelfeld, um dann schnell umzuschalten. Dabei gelang längst nicht alles – so mancher Gegenangriff kam aufgrund von Ungenauigkeiten nicht zum gewünschten Ziel. Dennoch ergaben sich vor allem durch Lambertz (27. Minute) gute Möglichkeiten.

Die verdiente Führung gelang dann aber Thomas Bröker: Der Stoß-Stürmer, der eigentlich viel lieber aus dem Mittelfeld kommt, nahm einen Ball gekonnt an, umkurvte den allzu starksigen Brzenska und schloss eiskalt zum 1:0 ab. Damit ging es auch in die Pause.

Ein Bonmot am Rade: Der sehr gut pfeifende Schiedsrichter Felix Brych bekam kurioserweise gleich dreimal den Ball an den Körper – und hatte damit mehr effektive Ballkontakte als so mancher Cottbusser.

Nach dem Seitenwechsel schien sich der Aufstiegsaspirant aus Cottbus einiges vorgenommen zu haben: Adlung verfehlte den rechten Pfosten per Direktabnahme nur knapp. Doch praktisch im Gegenzug belohnte sich Düsseldorf Kapitän Andreas Lambertz für seinen unermüdlichen Einsatz mit dem 2:0 (48.). Dabei erzielte er diesen Treffer ausgerechnet per Kopf. Lambertz war in der Hinrunde der Düsseldorfer, der am häufigsten aufs Tor schoss.

Die Cottbusser reagierten darauf geschockt. Es folgte Düsseldorfs stärkste Phase. Die Gastgeber waren dem 3:0 deutlich näher als die Gäste dem Anschlusstor. Das lag speziell in dieser Phase vor allem an dem Zweikampfverhalten. Nicht zuletzt die beiden defensiven Mittelfeldspieler der Fortuna, Oliver Fink und Neuzugang Adam Bodzek, räumten in den entscheidenden Momenten alles ab und initiierten Gegenangriffe.

Ausgerechnet in dieser Phase gelang dem „Gespenst“ Nils Petersen aus heiterem Himmel in der 64. Minute das 1:2. Doch die Düsseldorfer ließen sich davon nicht von ihrem Weg abbringen und agierten weiter offensiv. Die Belohnung war das 3:1 nach einer Ecke des starken Sascha Rösler durch einen Kopfballtreffer von Oliver Fink (70.). Danach passierte nicht mehr viel. Eher waren die Gastgeber dem 4:1 näher als Cottbus dem Anschlusstreffer.

Für die Fortuna geht es damit weiter aufwärts in der Tabelle. Die Distanz zur Abstiegsregion ist auf ein geruhsames Polster angewachsen. Cottbus musste dagegen einen herben Dämpfer im Hinblick auf die Aufstiegsambitionen hinnehmen.

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