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09.04.2006

17:20 Uhr

Torjubel dpa

Drei Greuther Spieler bejubeln das 1:0 gegen Unterhaching.

dpa MüNCHEN. Alemannia Aachen und der VfL Bochum freuen sich aufs Aufstiegsfinale, und auch Energie Cottbus kann für die Fußball-Bundesliga planen.

Am 29. Spieltag der zweiten Liga behaupteten die Lausitzer mit dem 1:0 bei LR Ahlen mit 50 Punkten den dritten Platz hinter dem Führungsduo aus Aachen und Bochum, das sich am Ostermontag auf dem „Tivoli“ im Duell um Platz eins gegenübersteht. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand, deshalb sind diese drei Punkte so wichtig. Es war ein Sieg der Moral“, sagte der glückliche Energie-Trainer Petrik Sander, „wir haben uns jetzt da oben festgebissen und wollen dort bleiben.“

Die Spvgg Greuther Fürth (47) mit dem 2:0 gegen die Spvgg Unterhaching und der SC Freiburg (45) mit dem 1:0 gegen Aufsteiger SC Paderborn wahrten ihre Aufstiegschance und setzten den Karlsruher SC (46) beim Gastspiel bei Dynamo Dresden unter Erfolgsdruck. Im Kampf um den begehrten dritten Platz könnte auch wieder Hansa Rostock eingreifen, das den 1. FC Saarbrücken durch die Tore von Marc Stein (9.), Kai Bülow (12.) und Enrico Kern (14.) mit 3:0 schlug und bis auf sieben Punkte an den Tabellendritten Cottbus heran gekommen ist.

Im Rennen um den Klassenerhalt war Kickers Offenbach, das mit dem 2:1 gegen FC Erzgebirge Aue die Abstiegszone verlassen hat, der Gewinner. Dagegen geht beim TSV 1 860 München nach dem enttäuschenden 1:1 im bayerischen Derby gegen Wacker Burghausen weiter die Abstiegsangst um. „Schade, wir wollten die vielen Zuschauer mit einem Sieg erfreuen, jetzt ist weiter Zittern angesagt“, sagte 1 860-Trainer Walter Schachner. Nach der Führung der „Löwen“ durch Steffen Hofmann (59.) vor 56 100 Zuschauern in der Allianz Arena rettete Marek Kreiji (90.) Burghausen einen Punkt, mit dem Wacker den Klassenverbleib sicher haben dürfte.

Weiter bangen müssen Paderborn, Unterhaching und Braunschweig. Akute Abstiegsgefahr herrscht in Ahlen und Saarbrücken. Mit Schlusslicht Siegen (1:3 in Bochum) steht der erste Absteiger so gut wie fest.

Bei Spitzenreiter Aachen herrschte Aufstiegsstimmung. „Unglaublich, jetzt steige ich auf meine alten Tage noch auf“, sagte der 36-jährige Kapitän Erik Meijer nach dem 1:0 in Braunschweig. „Erste Liga, Aachen ist dabei“, sangen die Aachener Fans, und Dieter Hecking stimmte zu. „Alemannia wird in der kommenden Saison in der ersten Liga spielen“, sagte der Trainer und schickte die Spieler in einen Kurzurlaub. Reiner Plaßhenrich dachte vor der Heimfahrt bereits an das Duell um Platz eins am Ostermontag: „Jetzt wollen wir auch Bochum schlagen und bis zum 14. Mai nicht mehr verlieren.“

Ähnlich ausgelassen war die Stimmung im Bochumer Ruhrstadion, wo sich der VfL mit dem 3:1 gegen Siegen auf die Begegnung im bereits ausverkauften Aachener „Tivoli“ einstimmte. Trainer Marcel Koller freute sich über den Galaauftritt des zweifachen Torschützen Zvjezdan Misimovic und gab der Mannschaft ein paar Tage frei.

Im Rennen um den dritten Platz hat sich Fürth eindrucksvoll zurückgemeldet. Dank Christian Eigler (6.) mit seinem 17. Saisontor und Roberto Hilbert (36.) beendeten die Franken gegen die harmlosen Hachinger vor 6 100 Zuschauern ihre Minikrise von vier sieglosen Heimspielen und sind als Tabellenvierter erster Verfolger der Cottbuser, für die Francis Kioyo (52.) erfolgreich war. Freiburg kehrte nach drei sieglosen Partien auf Erfolgskurs zurück und wahrte vor 12 700 Zuschauern dank des Treffers von Soumaila Coulibaly (20.) seine Aufstiegschance.

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