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17.01.2010

21:39 Uhr

Fußball Afrika-Cup

Ägypten im Viertelfinale, Nigeria schlägt Benin

Titelverteidiger Ägypten ist beim Afrika-Cup durch einen 2:0-Sieg gegen Mosambik ins Viertelfinale eingezogen. Nigeria mühte sich zu einem 1:0-Erfolg gegen Benin.

Ägyptens Nationalspieler Mohamed Zidan von Borussia Dortmund. Foto: AFP SID

Ägyptens Nationalspieler Mohamed Zidan von Borussia Dortmund. Foto: AFP

Titelverteidiger Ägypten ist weiter in Rekordlaune, Nigeria sucht dagegen weiter nach seiner WM-Form. Während die Pharaonen beim Afrika-Cup in Angola durch einen 2:0-Erfolg gegen Mosambik als zweites Team nach der Elfenbeinküste das Viertelfinale erreicht und ihre Rekordserie auf 14 Cup-Spiele in Folge ohne Niederlage ausbauten, haben die "Super Eagles" nach einem mühsamen 1:0 gegen den Nachbarn Benin nach der Auftaktniederlage gegen Ägypten das Weiterkommen wieder selbst in der Hand.

Kamerun hat nach dem 3:2 (0:1) gegen Sambia in Lubango durch einen Treffer des Freiburgers Mohamadou Idrissou wieder Kurs auf das Viertelfinale genommen. Mit drei Punkten sind die unzähmbaren Löwen nun Zweiter der Gruppe D. Die Tabelle führt weiterhin mit vier Zählern die Auswahl Gabuns an, die gegen Tunesien 0:0 spielte.

"Geholfen, unser Selbstvertrauen wieder aufzubauen"

Bei WM-Teilnehmer Nigeria ist durch den Sieg gegen Benin ein wenig Druck von Trainer Shaibi Amodu genommen worden. "Wir hatten ein schwieriges Spiel erwartet, aber es hat geholfen, unser Selbstvertrauen wieder aufzubauen", sagte der Coach. Dank eines verwandelten Handelfmeters von Yakubu Ayegbeni (42.) können die Nigerianer, bei denen der Hoffenheimer Chinedu Obasi in der Startelf stand, jetzt wieder aus eigener Kraft mit einem Punktgewinn im letzten Spiel gegen Mosambik in die Runde der letzten Acht einziehen.

"Das Gute ist, dass wir unsere Erfahrung ausgespielt haben. Wir mussten aufmerksam sein und versuchen, Fehler zu vermeiden", erklärte Amodu. Allerdings hatte seine Mannschaft auch eine große Portion Glück, denn Benin, das zum Auftakt 2:2 gegen Mosambik gespielt hatte, hielt gegen den Favoriten sehr gut mit. Nouhoum Kobena und Stephane Sessegnon hatten Pech mit Lattentreffern.

"Die Latte hat den Unterschied gemacht"

Für Benin, das mit drei in Nigeria geborenen Spielern antrat, wäre der erste Sieg im dritten Aufeinandertreffen bei einem Afrika-Cup ein Traum gewesen. "Aber den Unterschied zwischen dem Traum und der Realität hat die Latte gemacht", sagte Trainer Michel Dussuyer. Um selbst noch weiterzukommen, müsste Benin jetzt allerdings gegen Ägypten gewinnen und darauf hoffen, dass Mosambik mit maximal der gleichen Tordifferenz Nigeria schlägt.

Für die Ägypter um den Dortmunder Angreifer Mohamed Zidan läuft dagegen alles nach Plan. Ein Eigentor von Dario Khan (47.) und ein Treffer von Mohamed Gedo (81.) sicherten dem sechsmaligen Titelträger vorzeitig Platz eins in der Gruppe C. Mit dem siebten Triumph könnten sie sich ein wenig über die im Entscheidungsspiel gegen Algerien verpasste WM-Qualifikation hinwegtrösten.

"Das Wichtigste für uns war der Sieg gegen Mosambik"

Allerdings taten sich die Nordafrikaner beim 14. Spiel in Folge ohne Niederlage ebenfalls schwer. "Wir sind stolz auf den Rekord, aber das Wichtigste war für uns, dass wir das Spiel gegen ein starkes Mosambik gewonnen haben", sagte Angreifer Ahmed Hassan. Die Erfolgsserie der Nordafrikaner begann mit einem 3:0 gegen Libyen am 20. Januar 2006 im heimischen Kairo.

© SID

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