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09.01.2010

11:07 Uhr

Fußball Afrika-Cup

Terroranschlag gegen Togo-Auswahl schockt Pfister

Otto Pfister, ehemaliger Nationaltrainer Togos, hat mit Entsetzen auf den Terroranschlag gegen sein altes Team reagiert. "Eine ganz bittere Sache", so der 72-Jährige betroffen.

Geschockt: Otto Pfister. Foto: AFP SID

Geschockt: Otto Pfister. Foto: AFP

Mit Entsetzen hat der ehemalige togolesische Nationaltrainer Otto Pfister auf den Terroranschlag gegen seine frühere Mannschaft reagiert. "Das war ein echter Schock für mich. Ich habe es am Freitag aus dem Videotext erfahren, eine ganz bittere Sache. Das ist schon unglaublich", sagte der Afrika-Experte, der Togo während der WM 2006 in Deutschland betreute, dem SID.

Generell sei das Risiko in Afrika nicht höher als anderswo. "Aber die Sicherheitsmaßnahmen sind mit denen in Deutschland nicht zu vergleichen. Das sind auch in diesem Bereich Entwicklungsländer. Es ist teilweise eine endlose Weite dort - wie sollen sie so etwas vernünftig kontrollieren?"

Anschlag wird "direkt auf die WM projiziert"

Der 72-Jährige befürchtet zudem, dass der Angriff einen Schatten auf die WM in Südafrika werfen wird. "Klar wird das jetzt direkt auf die WM projiziert. Das ist ein echter Schlag für Afrika. Die Kritiker werden nun Oberwasser bekommen", sagte Pfister. Angola dürfe jedoch nicht mit Südafrika verwechselt werden. "Man sollte nicht in Panik verfallen."

Wie groß in Angola derzeit die Verwirrung ist, zeigt die unklare Nachrichtenlage. Otto Pfister erklärte, er habe in einem Telefonat mit Nationalspieler Thomas Dossevi (FC Nantes) erfahren, dass insgesamt drei Spieler verletzt worden seien. Nationaltrainer Kodjovi Mawuena sei am Arm getroffen worden, auch dessen Assistent sei verwundet. Er habe auch versucht, Starstürmer Emmanuel Adebayor und den Leverkusener Assimiou Toure zu erreichen, bis dato aber vergeblich.

Eine Absage des Afrika-Cups wäre die falsche Entscheidung, sagte Pfister. "Der Afrika-Cup ist ein unglaubliches Event für die Afrikaner. Man darf ihn nicht absagen. Da ist man ganz schnell bei Helmut Schmidt und dem entführten Flugzeug in Mogadischu - da wird man erpressbar."

© SID

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