Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.01.2010

16:01 Uhr

Fußball Afrika-Cup

Togo wird aus den Spielplänen gestrichen

Beim Afrika-Cup in Angola wird die Nationalmannschaft von Togo aus den Spielplänen gestrichen. Das bestätigte ein Sprecher der afrikanischen Fußball-Konföderation (CAF).

Togos Nationaltrainer Hubert Velud. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Togos Nationaltrainer Hubert Velud. Foto: Bongarts/Getty Images

Togo ist nach der Heimreise vom Afrika-Cup auch offiziell nicht mehr im Turnier und wird damit aus den Spielplänen gestrichen. Dies bestätigte die afrikanische Fußball-Konföderation (CAF) am Montagnachmittag. "Die Mannschaft ist nicht mehr im Turnier und kann auch nicht mehr zurückkehren", sagte ein CAF-Sprecher: "Die Spielpläne wurden angepasst."

Die Gruppe B wird lediglich mit der Elfenbeinküste, dem deutschen WM-Gruppengegner Ghana und Burkina Faso gespielt. Der Gruppenerste und Gruppenzweite ziehen wie geplant in die Runde der letzten Acht ein. Die Spiele finden zu den vorab festgelegten Zeiten statt, Matches mit Beteiligung von Togo entfallen.

Spieler hofften noch auf eine Teilnahme

Die Auswahl hatte Angola nach dem Terrorangriff auf den Mannschafts-Bus zwei Tage vor Turnierbeginn auf Anordnung von Premierminister Gilbert Houngbo am Sonntag verlassen. Zumindest die togolesischen Spieler hatten gehofft, trotz der vom Premierminister angeordneten Abreise teilnehmen zu können.

Houngbo warf den Organisatoren des Afrika-Cups unterdessen schwerwiegende Versäumnisse in der Aufarbeitung des Anschlags vor. "Sie wollten, dass so getan wurde, als hätte es diesen Vorfall nicht gegeben. Die Show sollte einfach wie geplant weitergehen", sagte Houngbo der BBC.

"Wir haben gehofft, eine ernsthafte Diskussion mit dem Gastgeberland Angola und der afrikanischen Fußball-Konföderation führen zu können, um zu analysieren, was geschehen ist. Aber es gab keinerlei Kooperation", erklärte Houngbo weiter.

Salou unterstützt Rückzug

Der ehemalige Bundesliga-Profi und frühere togolesische Nationalspieler Bachirou Salou unterstützt den Rückzug seiner Landsleute vom Afrika-Cup. "Drei Mitglieder aus der Delegation sind bereits getötet worden, und man weiß nicht, was noch alles bei diesem Turnier passieren kann", sagte Salou, der bei der WM-Endrunde 2006 in Deutschland als Togos Teambetreuer im Einsatz war, im Interview mit 11freunde.de.

Das Turnier in Angola auszurichten, bezeichnete der 39-Jährige allerdings als richtige Entscheidung. "Der Bürgerkrieg ist seit acht Jahren vorbei. Das Land hat sich eine Chance verdient", sagte er. Die Sorge um die Sicherheitslage bei der WM-Endrunde in Südafrika teilt Salou nicht: "Südafrika ist mit Angola nicht zu vergleichen, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wir werden eine sichere Weltmeisterschaft erleben".

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×