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25.01.2006

15:49 Uhr

Fußball Bundesliga

Ailton mit viel Fleiß im ersten Training

Ailton hat sein erstes Training beim Hamburger SV absolviert. Der Brasilianer, der früher bei seinen Stationen in der Bundesliga nicht durch Trainingseifer glänzte, kündigte sogar eine Extra-Einheit am Nachmittag an.

Ailton will es wohl allen Kritikern von Anfang an zeigen. Jeden Zweifler an seiner Fitness und Arbeitsmoral will er scheinbar beim Hamburger SV sofort verstummen lassen. An seinem ersten Arbeitstag bei den Hanseaten wollte sich der Neuzugang nichts nachsagen lassen. "Ich brauche noch ein bisschen Training, deshalb werde ich am Nachmittag noch eine Extra-Einheit einlegen", erklärte der Brasilianer bei seiner Vorstellung am Mittwoch ungewohnt arbeitseifrig. Nicht die Vergangenheit mit der plötzlichen Trennung von Schalke 04 im vergangenen Sommer und dem wenig rühmlichen Kurz-Gastspiel bei Besiktas Istanbul zählte mehr, sondern die Zukunft mit dem HSV. "Ich bin glücklich, wieder in Deutschland zu sein und möchte erstmal 17 gute Spiele für den HSV abliefern", versicherte der Bundesliga-Rückkehrer.

Doll: "Er wird uns absolut verstärken"

Begleitet von einem riesigen Medienaufgebot hatte der 32 Jahre alte Brasilianer am Morgen nach seiner nächtlichen Ankunft in der Hansestadt die erste Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert. Trotz ungeliebter Kälte schien er sich auf dem verschneiten HSV-Trainingsgelände gleich wohl zu fühlen - ganz zur Zufriedenheit von Trainer Thomas Doll. "Er ist hier mehr als herzlich willkommen und wird uns absolut verstärken", sagte der Coach über seinen neuen Stürmer, der für 450 000 Euro Leihgebühr zunächst bis zum Saisonende vom türkischen Erstligisten an die Elbe wechselt. Die Kaufoption beläuft sich auf 1,75 Mill. Euro.

Mit seinem nach wie vor bruchstückhaften Deutsch, das ihn gepaart mit seinen Torjäger-Qualitäten in sechs Jahren bei Werder Bremen zur Kultfigur werden ließ, hatte "Toni" auch in Hamburg die Lacher auf seiner Seite. "Man sollte jedoch nicht nur auf mich, sondern auf die ganze Mannschaft schauen", sagte der Angreifer, der dem in der Hinrunde vergleichsweise mauen HSV-Sturm zu mehr Durchschlagskraft verhelfen soll. Beim Rückrunden-Auftakt gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag (15.30 Uhr) soll Ailton bereits zum Einsatz kommen.

Ailton nicht für Uefa-Cup spielberechtigt

Dagegen ist der Bundesliga-Torschützenkönig der Saison 2003/04 für internationale Spiele gesperrt. Da er in der laufenden Spielzeit schon für Besiktas im Europapokal auf dem Platz stand, muss der HSV im Uefa-Cup auf seinen Neuerwerb verzichten. Im Ligabetrieb hofft Doll derweil auf Ailtons baldige Hilfe: "Es wird eine Herausforderung für uns alle, ihn möglichst schnell zu integrieren."

Über die Gründe für seinen Weggang aus Istanbul wollte Ailton nicht viel verraten. "Ich habe mich in der Stadt sehr wohl gefühlt und auch kein Problem mit der Vereinsführung gehabt", sagte der Südamerikaner. Allerdings soll sich der eigensinnige Torjäger im vergangenen halben Jahr mit einigen Teamkollegen und später auch mit dem neuen Besiktas-Trainer Jean Tigana überworfen haben.

© SID

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