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05.01.2011

11:12 Uhr

Fußball Bundesliga

Ba-Theater: Hoffenheim kündigt Konsequenzen an

Demba Ba ist beim Bundesligisten 1 899 Hoffenheim in den Streik getreten und verweigert seit Montag die Reise in das Trainingslager. Manager Ernst Tanner kündigt Konsequenzen an.

Im Streik: Hoffenheims Stürmer Demba Ba. Foto: SID Images/Firo SID

Im Streik: Hoffenheims Stürmer Demba Ba. Foto: SID Images/Firo

Die Chaostage beim Fußball-Bundesligisten 1 899 Hoffenheim haben einen neuen Höhepunkt erreicht - Demba Ba streikt und provoziert damit als nächster Starspieler seinen Abgang. "Das ist der Wahnsinn, so etwas habe ich noch nie erlebt. Dembas Verhalten wird selbstverständlich Konsequenzen nach sich ziehen. Gegenüber seinem Arbeitgeber, aber auch gegenüber seinen Mannschaftskollegen ist diese eigenmächtige Vorgehensweise in keinster Weise zu tolerieren", sagte 1 899-Manager Ernst Tanner am Mittwoch.

Der 25-jährige Senegalese Ba weigert sich seit Montag, ins Trainingslager nach La Manga/Spanien zu reisen. Tanner wollte mit Ba am Dienstag ursprünglich ins Trainingscamp nachkommen, doch der Angreifer will in die englische Premier League wechseln und blieb deshalb in Hoffenheim. Auch der neue Trainer Marco Pezzaiuoli redete am Telefon mit Engelszungen auf Ba ein, doch der Stürmer ist reif für die Insel.

Tanner droht Ba mit "fristloser Kündigung"

West Ham United soll sieben Mill. Euro für Ba geboten haben. Zudem sollen auch der Huth-Klub Stoke City und der FC Fulham an Ba interessiert sein. Bereits im Sommer 2009 hatte der von drei Beratern betreute Stürmer vergeblich versucht, einen Transfer zum VfB Stuttgart zu provozieren.

"Wir hatten in Hoffenheim bereits einmal die Situation, dass Demba Ba mit allen Mitteln weg wollte. Die Art und Weise, wie der Spieler nun zum zweiten Mal versucht, Druck auf seinen Arbeitgeber auszuüben, ist wohl einmalig in der Bundesliga", sagte Tanner und fügte via Bild-Zeitung hinzu: "Ich habe ihm gesagt, dass er mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Dass er eine Geldstrafe oder fristlose Kündigung bekommt, ohne aber für einen anderen Verein spielen zu dürfen."

Eduardo meldet sich aus Russland

Nach den Abgängen von Carlos Eduardo zu Saisonbeginn und dem Transfer von Gustavo zum Jahreswechsel wollen die Hoffenheimer Ba, dessen Vertrag noch bis 2013 läuft, eigentlich nicht ziehen lassen. Auch vor dem Hintergrund, dass Ba mit sechs Treffern der beste 1 899-Stürmer der Hinrunde war und vor allem Vedad Ibisevic seiner Form hinterherläuft.

Beim Dorfklub wird derzeit auch von außen Unruhe hineingetragen. Am Mittwoch meldete sich der im Sommer für 20 Mill. Euro zum russischen Meister Rubin Kasan gewechselte Brasilianer Eduardo zu Wort und attackierte vor allem seinen früheren Mitspieler Andreas Beck. "Andreas Beck war nur das Sprachrohr von Ralf Rangnick. Ich bin von ihm, ein paar anderen und dem Trainer enttäuscht. Die Spieler waren zu feige, mit mir zu reden. Ralf Rangnick hat ein Problem mit Profis, die eine eigene Meinung haben. Er liebt Ja-Sager", sagte Eduardo der Sport Bild.

© SID

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