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03.01.2007

11:51 Uhr

Fußball Bundesliga

Ballack rechnet mit Rummenigge ab

Die Darstellung Bayern Münchens zum Ballack-Wechsel nach Chelsea wurmt den DFB-Kapitän noch immer: "Herr Rummenigge soll einfach nur die Wahrheit sagen", fordert Michael Ballack in einem Zeitungsinterview.

Sein Abschied bei Bayern München eine große Lücke hinterlassen und die Bosse nachhaltig verstimmt - doch auch Michael Ballack selbst war mit dem Ablauf seines Transfers zum FC Chelsea offenbar nicht ganz glücklich. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft erhebt nun schwere Vorwürfe gegenüber Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Über die Aussage Rummenigges, es sei richtig gewesen, Ballack ziehen zu lassen, könne er "nur schmunzeln" sagte der 30-Jährige in der Sport-Bild. Er habe ein sehr gutes Angebot der Bayern gehabt, sich aber für die sportliche Herausforderung Chelsea entschieden, meinte er: "Herr Rummenigge soll einfach nur die Wahrheit sagen und akzeptieren, dass sich ein Spieler auch mal für einen anderen Verein entscheidet. Sein Versuch, die Tatsachen zu verdrehen, ist leicht erkennbar."

Ballack sieht Probleme in Bayern-Kreativabteilung mit Genugtung

Mit Genugtuung sieht Ballack die Probleme in Kreativabteilung der Bayern. Er selbst habe den Verantwortlichen mehrfach geraten, einen Spielmacher zu verpflichten, und sei für diesen Wunsch sogar mit einer Geldbuße bestraft worden. "Aber wie sich jetzt zeigt, habe ich offenbar doch nicht so ganz daneben gelegen mit meinen Vorstellungen", sagte er.

In London vermisst Ballack lediglich "die ein oder andere gute Flanke von Willy Sagnol und Philipp Lahm. Das Spiel beim FC Chelsea ist da etwas anders angelegt als beim FC Bayern". Für ihn sei es so schwerer, "meine Stärken im Kopfballspiel zur Geltung zu bringen".

Obwohl ihn Teammanager Jose Mourinho als "unantastbaren" Spieler bezeichnet hat, glaubt Ballack: "Einen Freibrief hat bei Chelsea niemand. Ich glaube, ich spiele, weil ich meine Aufgabe gut erfülle, weil ich in die Mannschaft passe und ihr weiterhelfen kann."

Ich sehe noch viel mehr Qualität in der Mannschaft

Der englische Meister hat laut Ballack noch Defizite. "Wir geben dem Gegner teilweise noch zu viele Möglichkeiten, ich meine damit nicht Torchancen, sondern Ballbesitz", sagte er. Und: "Wir können besser zusammenspielen. Ich sehe noch viel mehr Qualität in der Mannschaft." Chelsea hat als Zweiter der Premier League sechs Punkte Rückstand auf Manchester United und steht im Achtelfinale der Champions League sowie in der Vorschlussrunde des Ligapokals.

© SID

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