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11.01.2007

11:52 Uhr

Fußball Bundesliga

Bayer verlängert mit Völler und Skibbe

Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler wird seinen Vertrag um drei Jahre verlängern. Dies bestätigte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser in Rom. Auch Trainer Michael Skibbe soll länger gebunden werden.

Rudi Völler bleibt Bundesligist Bayer Leverkusen offenbar erhalten. Der Sportchef wird seinen Vertrag beim Werksklub um drei Jahre verlängern. Dies bestätigte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser am Donnerstag im Trainingslager in Rom. Der am Saisonende auslaufende Vertrag mit Trainer Michael Skibbe wird um zwei Jahre verlängert. Dagegen wird Manager Michael Reschke wie Völler drei weitere Jahre an den Werksklub gebunden. Der Gesellschafterausschuss muss zwar diese Entscheidung der Bayer-Fußball Gmbh noch endgültig absegnen, doch dies gilt als Formsache.

"Völler ist der Kopf, er steht für den Sport. Ich bin froh, dass es zu einer schnellen Einigung gekommen ist. Unser Ziel ist natürlich das internationale Geschäft", erklärte Holzhäuser in Bezug auf den ehemaligen DFB-Teamchef, der beim Werksklub schon als Profi und als Trainer tätig war. Nach seinem Rücktritt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf Grund des Vorrunden-K.o.´s bei der Euro 2004 in Portugal und einem 26-tägigen Trainer-Intermezzo bei seinem Ex-Klub AS Rom heuerte "Rudi Nazionale" im Januar 2005 wieder bei den Rheinländern an.

"Besondere Beziehung zu Bayer"

"Ich habe eine besondere Beziehung zu Bayer. Ich bin gerne hier und habe der Bayer AG viel zu verdanken. Der wichtigste Faktor für die Vertragsverlängerung war, dass wir auf Grund unseres Etats immer die Möglichkeit haben, international dabei zu sein", sagte Völler.

Der 46-Jährige, Coach der deutschen Vize-Weltmeistermannschaft 2002, war es auch vornehmlich, der sich für eine Verpflichtung von Skibbe, seines einstigen Assistenten beim DFB, als Bayer-Chefcoach stark machte. Im Oktober 2005 wurde der 41 Jahre alte Nachfolger von Klaus Augenthaler bei Bayer. Mit einer starken Rückrunde schafften die Leverkusener 2005/2 006 unter Skibbe noch die Uefa-Cup-Qualifikation.

Verlängerung mit Skibbe deutete sich früh an

Nach schwachen Leistung in der Hinrunde der laufenden Saison stand der ehemalige Schalker Bundesliga-Profi allerdings unterm Bayer-Kreuz heftig in der Kritik. Die Bayer-Anhänger skandierten bei Heimspielen bereits "Skibbe raus", doch zehn Punkte aus den letzten vier Bundesligaspielen sowie das Weiterkommen im Uefa-Cup durch das 2:1 gegen Besiktas Istanbul sorgten in Leverkusen für Entspannung. Die Vertragsverlängerung mit Skibbe deutete sich zu diesem Zeitpunkt bereits an.

Als Bundesliga-Tabellensechster besitzt Leverkusen noch alle Chancen, wieder ins internationale Geschäft einzuziehen. Völler hatte außerdem stets betont, von den Fähigkeiten des Trainers und seiner Arbeit felsenfest überzeugt zu sein. Skibbe besitzt in seinem neuen Vertrag bei Bayer offenbar keine Vereinbarung für eine festgelegte Abfindung. "Ich freue mich, dass ich die Arbeit in Leverkusen fortsetzen kann. Hier genieße ich großes Vertrauen. Wir haben auch in schlechten Zeiten immer als Team gearbeitet", meinte Skibbe.

Reschke hatte lange Zeit einen schweren Stand in Leverkusen. Ihm wurde nicht zugetraut, in die Fußstapfen eines Reiner Calmund oder Völler zu treten. Aber er genießt seit jeher das Vertrauen von Holzhäuser. Seit der Rückkehr Völlers konnte sich Reschke zudem im Schatten des Weltmeisters von 1990 besser entfalten.

© SID

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