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02.01.2009

14:24 Uhr

Fußball Bundesliga

Bayern schießen sich auf das Triple ein

Mit Landon Donovan, aber ohne Ivica Olic und Lukas Podolski, sind die Bayern heute ins Trainingslager nach Dubai gestartet. Das Rückrunden-Ziel ist klar: Das Triple soll her.

Ab in den Süden: Bastian Schweinsteiger (l.) und Landon Donovan. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Ab in den Süden: Bastian Schweinsteiger (l.) und Landon Donovan. Foto: Bongarts/Getty Images

Mit Neuzugang Landon Donovan und der Aussicht auf eine mögliche Unterschrift von Ivica Olic im Gepäck hat Rekordmeister Bayern München heute das Unternehmen Triple gestartet. Nach einem kurzen Aufgalopp in der Kälte Münchens bricht der FC Bayern am Abend in sein zehntägiges Trainingslager in das sonnige Emirat Dubai am Persischen Golf auf, wo Trainer Jürgen Klinsmann den Weg zu einer erfolgreichen Rückrunde mit möglichst drei Titeln ebnen will.

"Wir wollen uns in der Champions League mit den ganz dicken Brocken messen, national die Nummer eins verteidigen. Es bleibt viel Arbeit. Dafür müssen wir in Dubai jetzt die Grundlagen legen", sagte Klinsmann vor dem Abflug. Dort wird die Delegation des FC Bayern im noblen Fünf-Sterne-Hotel "The Palace" nach einem Nachtflug in einer gecharterten Maschine am Samstagmorgen erwartet.

Nicht mit an Bord ist der kroatische Nationalspieler Olic, der am Freitag den Dienst bei seinem Arbeitgeber in Hamburg aufnahm. Eine Entscheidung zu einem Wechsel im Sommer steht aber offenbar kurz bevor.

Olic gilt als Ersatz für Nationalspieler Lukas Podolski, dessen Abschied sicher scheint. Er fühle sich nicht mehr wohl in München und habe kein Problem mit einem Wechsel zum AS Rom, vertraute er dem Corriere dello Sport in Italien an. Wahrscheinlicher ist aber eine Rückkehr nach Köln. FC-Manager Michael Meier traf sich am Dienstag bereits mit seinem Kollegen Uli Hoeneß, um das "unsägliche" (Hoeneß) erste Angebot aufzubessern. Die ersten Trainingseinheiten in Dubai wird der Wunschspieler der Kölner allerdings verpassen. Aufgrund eines Grippe-Effekts wird er zusammen mit Torhüter Jörg Butt erst am Montag in die Vereinigten Arabischen Emirate nachreisen.

Donovan als neue Alternative

In der Rückrunde wärmt Podolski weiter in München die Bank, ihm droht die Rolle des Stürmers Nummer vier. Denn mit Donovan haben die Bayern nun eine weitere Alternative. Der Leihspieler von Los Angeles Galaxy bleibt mindestens bis Mitte März, und Klinsmann hält viel von ihm: "Landon ist ein Spieler, der alle Qualitäten mitbringt, um in Europa zu bestehen."

Weitere Transfers sind derzeit angeblich nicht geplant. "Wir haben eine tolle Mannschaft, es ist kein Zufall, dass wir jetzt 16 Mal in Folge nicht verloren haben. Wir brauchen keine Neuzugänge", meinte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Ausleihen wollen die Münchner dagegen Jose Sosa, "damit er sich über Einsätze bei einem anderen Klub für uns empfehlen kann". Die Zukunft von Kapitän Mark van Bommel und Ze Roberto, denen neue Verträge angeboten wurden, könnte in Dubai geklärt werden.

Spekulationen gab es zuletzt zudem um Franck Ribery, für den spanischen Medien zufolge Real Madrid 60 Mill. Euro ausgeben will. Ribery hatte die Gerüchte selbst angeheizt, als er im kicker bekannte, von Real, Barcelona, Chelsea und Manchester zu träumen. Die Bayern wollen den französischen Superstar aber "für kein Geld der Welt" ziehen lassen, wie Rummenigge zuletzt mehrfach betonte, und dessen bis 2011 datierten Vertrag möglichst bald verlängern.

Auch dank Ribery sieht Rummenigge beim Angriff auf das Triple eine "viel versprechende Ausgangsposition", und Klinsmann ist guten Mutes. "Für die Spieler war es gut, zweieinhalb Wochen die Füße hochzulegen und gar nichts zu tun", sagte er. Bis zum 12. Januar wird der Coach seine Profis in Dubai, wo die Bayern zum fünften Mal trainieren, auf das kommende Halbjahr vorbereiten.

Am 10. Januar bestreiten sie in Abu Dhabi ihren ersten Test gegen Al Jazeera. Am 12. Januar steht im saudi-arabischen Jeddah eine Partie gegen Al Wheda auf dem Programm. Ernst wird es erstmals am 27. Januar im Achtelfinale des DFB-Pokals beim VfB Stuttgart, am 30. Januar folgt der Rückrunden-Auftakt in Hamburg.

© SID

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