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30.01.2007

08:52 Uhr

Fußball Bundesliga

Bayern und Mönchengladbach unter Druck

Rekordmeister Bayern München steht heute im Heimspiel gegen den VfL Bochum ebenso unter Druck wie die abstiegsgefährdete Borussia aus Mönchengladbach gegen den 1. FC Nürnberg.

Es steht zwar erst der zweite Spieltag der Rückrunde in der Bundesliga an - doch schon jetzt ist der Druck auf Titelverteidiger Bayern München und auf Borussia Mönchengladbach enorm. Der deutsche Rekordmeister darf sich im Kampf um die Meisterschaft am Dienstag (20.00 Uhr/alle Spiele live auf arena) im Heimspiel gegen den VfL Bochum nach dem missglückten Auftakt keinen Ausrutscher mehr erlauben. Gladbach, das den 1. FC Nürnberg empfängt, und insbesondere Trainer Jupp Heynckes stehen nach elf Spielen ohne Sieg im Abstiegskampf mit dem Rücken zur Wand.

Für die beiden Traditionsklubs gilt deshalb: Ein Sieg ist Pflicht. Dies weiß auch Bayern-Trainer Felix Magath. "Wenn wir nicht gewinnen, dann ist der Titel so gut wie weg", sagte er nach dem 2:3 in Dortmund.

Magath nimmt Mannschaft in die Pflicht

Entsprechend nimmt er seine Mannschaft auch in die Pflicht: "Wir müssen wieder mehr Einsatz und Leidenschaft zeigen, ich erwarte einen ganz anderen Auftritt. Unser Ziel ist immer noch die Meisterschaft. Da müssen wir gegen Bochum gewinnen - ohne Wenn und Aber." Zumal der Titel der Münchner Stadionzeitung für das Bochum-Spiel lautet: "Uns hängt keiner ab!" Sechs Punkte beträgt derzeit jedoch schon der Rückstand auf Bremen und Schalke.

Bei einem weiteren Ausrutscher müsste sich der deutsche Rekordmeister sogar langsam Sorgen um die Champions-League-Qualifikation machen. Doch noch ist Magath überzeugt, "dass wir gegen Bochum ganz anders zu Werke gehen werden. Wir brauchen offenbar diesen Druck".

Dabei vertraut er vor allem auf die Rückkehr von Owen Hargreaves, der erstmals nach seinem im September erlittenen Wadenbeinbruch wieder zum Einsatz kommen soll. "Er hat uns mit seinen Tempoläufen und seiner Schnelligkeit gefehlt. Wenn er dabei ist, wäre das ein Schub für uns", meinte Magath, der allerdings noch um den Einsatz der angeschlagenen Ali Karimi bangt.

Durchhalteparolen in Mönchengladbach

Die üblichen Durchhalteparolen sind aus Gladbach nach dem 1:3 in Cottbus und der Fortsetzung der Negativserie zu hören. "Wichtig bin nicht ich, sondern die Situation im Klub. Wir kommen da unten raus, davon bin ich felsenfest überzeugt", sagte Borussen-Coach Heynckes vor dem Duell gegen den Club.

Bei einer Niederlage gegen die Franken, die durch das 4:1 gegen Stuttgart ihre Ambitionen auf einen Platz im internationalen Geschäft untermauert haben, und im folgenden Spiel gegen Bielefeld dürfte die Zukunft des 61-Jährigen unsicherer denn je sein. Auf die Frage, ob ein freiwilliger Rückzug in Frage kommen würde, hatte Heynckes am Wochenende vieldeutig geantwortet: "Warten sie mal ab..."

Neben Bayern und Gladbach hat jedoch auch der hoch gehandelte VfB Stuttgart einen Fehlstart ins neue Jahr hingelegt. Im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld wollen die Schwaben nun wieder an die erfolgreiche Vorrunde anknüpfen.

"Die Mannschaft muss verstehen, dass sie nichts geschenkt bekommt. Für uns muss wieder jedes Spiel eine Herausforderung sein", sagte Manager Horst Heldt. Auch Trainer Armin Veh forderte sein Team nach einer Videoanalyse auf, "dass wir ganz schnell den Schalter umlegen müssen".

Zwei Verlierer des 18. Spieltags treffen beim Spiel VfL Wolfsburg gegen Eintracht Frankfurt aufeinander. Im Mittelpunkt steht dabei das Heimdebüt von VfL-Neuzugang Marcelinho.

© SID

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