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02.04.2006

13:16 Uhr

Fußball Bundesliga

Bayern will Werbung für Wettanbieter "aussperren"

Das Bundesland Bayern will die öffentliche Bewerbung privater Wettanbieter generell verbieten. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum staatlichen Wettmonopol können private Wetten bis 2007 verboten werden.

Der neue Wettskandal im deutschen Fußball könnte für private Wettanbieter noch weitreichende Folgen haben. Nach dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum staatlichen Wettmonopol will das Bundesland Bayern die Bewerbung privater Wettanbieter nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus verbieten - was auch Auswirkungen auf die Bundesliga hätte.

Entgegen der allgemeinen Erwartungen kippten die Verfassungsrichter in ihrem Urteil am Dienstag vergangener Woche das staatliche Wettmonopol nicht, sondern gaben dem Gesetzgeber bis Ende 2007 Zeit, den Glücksspielmarkt neu zu ordnen. Bis dahin dürften private Wetten verboten werden.

"Was illegal ist, darf auch nicht beworben werden."

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts betrifft nach Auffassung des bayerischen Innenministeriums auch den privaten Marktführer Betandwin, dessen Wettlizenz aus der ehemaligen DDR stammt. Diese seien nach Angaben Ministeriumssprechers Michael Ziegler "bundesweit ungültig. Was illegal ist, darf auch nicht beworben werden."

Deshalb soll es in Bayern auch keine Bewerbung von Betandwin geben, auch nicht in Fußball-Stadien. Betroffen davon wäre zum Beispiel Werder Bremen, das gerade einen Trikot-Sponsoring-Vertrag über drei Jahre mit dem privaten Marktführer abgeschlossen hat. "Die Mannschaft muss ihre Trikots ausziehen oder gegen neutrale eintauschen", sagte Ziegler zu einem Auftritt der Bremer bei Bayern München. Ähnliche Werbeverbote prüfen laut Focus derzeit auch Berlin, Sachsen - und der Innensenat der Hansestadt Bremen.

© SID

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