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12.01.2010

11:27 Uhr

Fußball Bundesliga

Berliner Politiker will Hertha retten

Frank Steffel, Bundestagsabgeordneter aus Berlin, hat einen Rettungsplan für Tabellen-Schlusslicht Hertha BSC Berlin erarbeitet - mit zum Teil ungewöhnlichen Ideen.

Gojko Kacar hofft auf das Wunder. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Gojko Kacar hofft auf das Wunder. Foto: Bongarts/Getty Images

Der Berliner Bundestagsabgeordnete Frank Steffel hat für den sportlich und finanziell angeschlagenen Bundesligisten Hertha BSC einen Rettungsplan erarbeitet. Der CDU-Politiker und Präsident von Handball-Erstligist Füchse Berlin stellte in einem Brief an Hertha-Boss Werner Gegenbauer ein Konzept mit zehn Maßnahmen vor, die bis zu 21,6 Mill. Euro in die leeren Kassen des Hauptstadt-Klubs spülen sollten. Das berichtete die BZ.

Sonderumlage für Fans

Demnach sollten unter anderem die Profis und der Trainerstab auf zehn Prozent ihrer Gehälter verzichten, was nach Steffels Rechnung ein Plus von 1,8 Mill. Euro bedeuten würde. Auch die Fans sollten zur Kasse gebeten werden: Steffel veranschlagte 1,8 Mill. Euro für eine Sonderumlage von 100 Euro pro Mitglied sowie fünf Mill. Euro durch die Einrichtung einer Spenden- und SMS-Rufnummer. Zudem schlug das Sportausschuss-Mitglied vor, dass die Betreibergesellschaft des Olympiastadions dem Verein die Spielstätte in der Rückrunde kostenlos zur Verfügung stellt. Dies würde laut Steffel eine Ersparnis von zwei Mill. Euro bringen.

"Das Ziel sollte sein, für die Monate Februar bis Juni 2010 mindestens 15 Mill. Euro zu aquirieren und dadurch weitere hochkarätige Verstärkungen zu verpflichten", heißt es in dem Schreiben vom 17. Dezember des vergangenen Jahres. Man dürfe nicht zulassen, dass Hertha "fast unbemerkt absteigt und wir nicht versucht haben, die Berliner für einen Verbleib in der 1. Bundesliga zu motivieren und zu mobilisieren."

Transferfenster vergessen

Allerdings schien der 43-Jährige übersehen zu haben, dass das Transferfenster bereits Ende Januar schließt und eine Umsetzung daher nahezu ausgeschlossen ist. Zudem hatte Hertha-Manager Michael Preetz zuletzt betont, neben den drei Winterzugängen Theofanis Gekas (Bayer Leverkusen), Lewan Kobiaschwili (Hertha BSC) und Roman Hubnik (FK Moskau) keine weiteren Spieler für die Rückrunde holen zu wollen.

Der Klub Hertha BSC bestätigte am Dienstag den Erhalt des Briefes, wollte aber darüber hinaus keine Stellungnahme zu dem Thema abgeben.

© SID

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