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22.01.2008

18:23 Uhr

Fußball Bundesliga

Bochum weist im "Fall Kalla" Schuld von sich

In der Steuerhinterziehungs-Affäre um Raymond Kalla hat der VfL Bochum seine Unschuld beteuert. "Die Vorwürfe werden keinen Bestand haben", heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesligisten.

Bundesligist VfL Bochum hat erstmals zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen der Steuerhinterziehung Stellung genommen und seine Unschuld beteuert. "Nach interner Prüfung aller hier bedeutsamen Verträge ist der Verein der Ansicht, dass sich die Verantwortlichen des VfL Bochum nichts haben zu Schulden kommen lassen und die Vorwürfe keinen Bestand haben werden", hieß es in einer Pressemitteilung des Klubs.

Die im Prozess gegen den ehemaligen VfL-Profi Raymond Kalla erhobenen Vorwürfe gegen Verantwortliche des Klubs seien "seit langem bekannt". Mit der Staatsanwaltschaft sei vereinbart worden, wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens keine weiteren Angaben zu machen oder gar Einzelheiten mitzuteilen, hieß es weiter.

Bewährungsstrafe für geständigen Kalla

Kalla war am vergangenen Donnerstag vom Bochumer Landgericht wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Der ehemalige Nationalspieler Kameruns hatte zum Prozessauftakt zugegeben, zwischen 2002 und 2004 vom Bundesligisten VfL Bochum 640 000 Euro erhalten und nicht versteuert zu haben. Er hatte erklärt, das Geld sei als Prämie für einen Spielerberater in Monaco deklariert gewesen.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft und des Gerichts handelt es sich dabei um einen Scheinvertrag, der zur Verdeckung der Zusatzzahlungen aufgesetzt und zudem auch noch rückdatiert worden sei. Für die Bochumer Seite hatte unter anderem der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Altegoer unterschrieben. Staatsanwältin Stephanie Koch hatte mehrfach angekündigt, dass es in dieser Angelegenheit weitere Ermittlungen gegen Mitarbeiter des VfL Bochum geben werde.

Der 77-malige Bundesligaspieler Kalla, zwischen 2002 und 2005 für Bochum aktiv, war im August 2007 in seinem Wohnsitz in Paris von den französischen Behörden unter Arrest gestellt und für den Prozess nach Deutschland überstellt worden.

© SID

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