Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2007

09:01 Uhr

Fußball Bundesliga

Bremen will gegen Hannover zurück an die Spitze

Mit einem Sieg gegen Hannover 96 will Werder Bremen heute an die Tabellenspitze der Bundesliga zurückkehren. Zudem will Aufsteiger Alemannia Aachen gegen Bayer Leverkusen Punkte gegen den Abstieg sammeln.

Bereits am ersten Rückrunden-Spieltag muss Herbstmeister Werder Bremen um die Tabellenführung zittern. Nach dem Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt hat Verfolger Schalke 04 am Samstag vorübergehend den Spitzenplatz übernommen. Doch vor dem Duell mit Hannover 96 ist das Selbstvertrauen in Bremen ungebrochen. "Wir sind die Nummer eins", sagt Trainer Thomas Schaaf. "Wir wollen da oben bleiben", meint Sportdirektor Klaus Allofs. Und Nationalspieler Torsten Frings ergänzte schon vor Dortmunds Sieg im Freitag-Spiel gegen den FC Bayern (3:2): "Wir sind der Titelfavorit."

Selbst Großteile der Konkurrenz scheinen nicht daran zu glauben, dass Werder noch von der Spitze verdrängt werden kann. In einer Umfrage des kicker tippten 58,8 Prozent der befragten Profis auf Bremen als künftigen Meister.

Hecking: "Wir können in Bremen nur gewinnen"

"Wir können in Bremen doch nur gewinnen", sagt Hannovers Coach Dieter Hecking vor dem Gastspiel an der Weser und glaubt an die Chance, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen: "Wir werden sicherlich nicht im Hurra-Stil spielen. Dennoch möchten wir unsere Möglichkeiten nutzen. Wir müssen die Situationen erkennen, in denen wir Werder wehtun können."

Nur einmal gelang es den Niedersachsen bisher, in Bremen zu gewinnen. Seit dem Erfolg 2003 gab es neben zwei torlosen Remis aber auch vier böse Pleiten mit insgesamt 3:16 Toren für Hannover. "Wir beschäftigen uns nur mit der Aktualität. 96 wird versuchen, sehr kompakt bei uns aufzutreten. Das wird es nicht einfacher machen", erklärt Schaaf, der im Nordderby auf Stümerstar Miroslav Klose bauen kann. Der WM-Torschützenkönig hat seine Leistenprobleme überwunden.

Rosenberg und Niemeyer verstärken den Herbstmeister

Um den möglichen Ausfall aufzufangen, hat Werder seit Freitag aber eine Alternative mehr. Für geschätzte 3,5 Mill. Euro wurde der schwedische WM-Teilnehmer Markus Rosenberg vom niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam verpflichtet. Zudem verstärkten sich die Hanseaten durch den deutschen U21-Nationalspieler Peter Niemeyer vom FC Twente Enschede, einem weiteren Import aus Holland.

"Durch diese Transfers hat Werder seine Ansprüche ein weiteres Mal bestätigt. Da sieht man die Unterschiede zu Hannover 96. Da wollen wir auch irgendwann einmal hin", meinte Hecking, der mit unverändertem Personal in die Rückrunde geht und zum Auftakt auf Angreifer Thomas Brdaric (Knieprobleme) und Außenverteidiger Steven Cherundolo (Rotsperre) verzichten muss.

Leverkusen hofft auf internationales Geschäft

Im zweiten Spiel stehen sich am Sonntag derweil Alemannia Aachen und Bayer Leverkusen gegenüber. Während es für den Aufsteiger aus Aachen allein um den Klassenerhalt gehen dürfte, will man in Leverkusen erneut ins internationale Geschäft.

"Wir streben für die Rückrunde 30 Punkte an, um Platz fünf zu erreichen. Unser Auftaktprogramm mit zwei Auswärts- und nur einem Heimspiel hat es natürlich in sich. Da müssen wir uns warm anziehen", sagt Trainer Michael Skibbe, der seinen auslaufenden Vertrag in der Winterpause ebenso wie Sportdirektor Rudi Völler verlängerte.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×